Tipps und Tricks für Hundehalter – in den heißen Sommermonaten sollten Sie folgendes beachten:
Da Hunde nicht schwitzen können, hecheln sie und erzeugen so kühlende Verdunstungskälte. Dieser Vorgang kostet sie viel Flüssigkeit – der Wassernapf sollte also immer gut gefüllt sein. Viele Hunde mögen zur Abwechslung auch mal verdünnten Früchtetee.
Auch wenn Menschen vermehrt salzhaltige Speisen im Sommer essen, um den Salzverlust des Schwitzens auszugleichen – für Hunde ist Salziges absolut tabu. Vollnahrung versorgt den Hund zuverlässig mit der richtigen Menge an Natrium und Chlorid, besonderes Sommer-Futter braucht er nicht. Bei Hitze nehmen Hunde allerdings weniger Nahrung zu sich. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihr Tier an heißen Tagen weniger frisst und bieten Sie ihm lieber mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag an. Denn: Frisches Futter verdirbt bei Hitze innerhalb weniger Stunden.
TIPP: Besonders im Sommer präsentiert Trockenfutter seine ganzen Vorzüge. Es ist nicht nur einfach zu transportieren (z.B. für den Urlaub), sondern auch Aspekte wie Hygiene und Verderblichkeit spielen eine grosse Rolle. Nassfutter oder rohes Fleisch z. B. zieht nicht nur Fliegen an, die möglicherweise Eier ins Futter legen und damit Krankheiten hervor rufen können, sondern es muss auch immer sehr kühl aufbewahrt werden, um nicht zu verderben. Dies bedeutet meist, dass die angebrochene Ration im Kühlschrank aufbewahrt werden muss, was nicht Jedem recht ist. Beim Trockenfutter sollten Sie lediglich beachten, dass es kühl und trocken gelagert- und nicht der prallen Sonne ausgesetzt wird. Das Haus oder die Garage ist hier eine gute Wahl.
Verlegen Sie das Gassigehen am besten auf den Morgen oder die Abendstunden, wenn die Kraft der Sonne nachlässt. Aufgepasst bei Ausflügen mit dem Fahrrad! Hunde sind der Asphalthitze ungeschützt ausgesetzt. Wenn Sie Ihre Route planen, wählen Sie lieber Wald- und Wiesenwege.
Viele Hundehalter überschätzen die Leistungsfähigkeit ihres Vierbeiners und muten ihm an heißen Tagen zu viel zu. Hitze und hohe Ozonwerte belasten den Hundekreislauf genauso wie den der Menschen. Am schwersten haben es langhaarige Rassen, wie Berner Sennenhund, Bobtail, Neufundländer und der Schäferhund. Aber auch kleinere, konditionell weniger belastbare Rassen und ältere Tiere sollten Sie an heißen und feuchten Sommertagen schonen.
Wenn Sie Ihren Hund in den Urlaub mitnehmen möchten, über legen Sie, ob Ihr Tier den vorherrschenden Temperaturen gewachsen ist. Wenn sich hier Zweifel einstellen, sollten Sie überlegen, ob Sie Ihrem Tier den Stress ersparen und es beim Nachbarn, Hundesitter oder in der Tierpension unterbringen.
Tipp: Egal ob im Urlaub oder zu Hause an heissen Tagen - Die meissten Hunde suchen statt der Sonne lieber den Schatten. Spielfreude und Aktivität lässt meist deutlich nach. Eine neue Erfindung kann hier sehr hilfreich sein: Es gibt Kühlwesten für Hunde (z.B. von Ruff Wear - Swamp Cooler) die wie eine Klimaanlage für den Hund sind und Ihrem Tier damit ein Stück weit die Spielfreude und Entspannung zurück geben können.
Wasserspiele mit Sunblocker
Im Sommer haben auch Hunde eine Vorliebe für Wasserspiele, zum Beispiel mit dem Rasensprenger. Sie lassen sich auch gerne mit Wasser übergießen oder abspritzen. Aber Vorsicht, achten Sie auf den Zustand Ihres Hundes: Stark erhitzte Tiere sollten, nach dem Joggen etwa, nur mit zimmerwarmem Wasser begossen werden; andernfalls können sie einen Schock erleiden.
Nicht nur Menschen können Sonnenbrand bekommen, auch die empfindliche Hundenase bleibt davon nicht verschont. Tierärzte raten daher, die Nase des Tieres vor dem Ausflug ins Freie mit Sonnencreme oder Sunblocker einzucremen.
Tipp: Schützen Sie besonders Rassen die keine oder extrem kurze Haare haben vor der Sonne.
Gut gerüstet für die Autofahrt
Sie unternehmen eine längere Fahrt mit dem Auto? Dann achten Sie unbedingt darauf, immer eine Thermosflasche mit frischem Wasser dabeizuhaben. Hunde haben, genau wie Menschen, im Sommer einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf.
Während der Fahrt sollten Sie die Fenster möglichst geschlossen halten und Zugluft vermeiden, denn Hunde sind äußerst anfällig für Ohren- und Augenentzündungen. Ersparen Sie den Tieren nach Möglichkeit Touren im offenen Cabrio oder Geländewagen, wo sie dem Fahrtwind ungeschützt ausgesetzt sind.
Überlegen Sie vor der Fahrt in warme Urlaubsgebiete, ob Sie den Hund nicht lieber in einer Hundepension Ihres Vertrauens unterbringen – so eine Reise bedeutet großen Stress für das Tier.
Hinweis: Eigentlich selbstverständlich, aber immer noch ein Thema: Lassen Sie Ihren Hund nicht im parkenden Auto zurück – es droht die Gefahr eines Hitzschlags! Selbst wenn Sie Ihr Auto im Schatten parken, sollten Sie stets beachten, dass die Sonne wandert und schon kurze Zeit später wird das Auto auf tödliche Temperaturen erhitzt. Der Hund ist der Hitze hilflos ausgeliefert und bezahlt diese Nachlässigkeit im schlimmsten Fall mit seinem Leben!