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Welpen und Hunde richtig entwurmen

Welpen und Hunde jeder Altersstufe brauchen Ihre Hilfe bei der Entwurmung

Würmer sind eine ernste Bedrohung für die Gesundheit eines Hundes. Schon vor seiner Geburt kann er sich mit den gefährlichen Parasiten infizieren. Deshalb braucht er unbedingt Ihre Hilfe. Von klein auf – ein ganzes Hundeleben lang.

Mit frühzeitigen und regelmäßigen Wurmkuren für Welpen und Hunde ist das heute kein Problem. Wir sagen Ihnen, wie Sie es richtig machen. Vom sinnvollen Medikamenteneinsatz bei der Entwurmung über die spezielle Behandlung von Welpen und trächtigen Hündinnen bis zur gezielten Entwurmung individueller Risikogruppen.

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Hunde und Welpen mit System entwurmen

Auf die richtige Entwurmung bei Hunden und Welpen kommt es an

Noch immer sind sich viele Hundebesitzer nicht sicher, wie sie ihren Hund oder Welpen verantwortungsbewusst und vernünftig entwurmen können. Wie lange genau die schützende Wirkung einer Wurmkur anhält, erklärt Ihnen hier Prof. Dr. Thomas Schnieder, Leiter des Institutes für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover und Vorsitzender der unabhängigen Expertenorganisation ESCCAP: Prof. Dr. Thomas Schnieder:

„Eine Wurmkur wirkt rund 24 Stunden.

In dieser Zeit werden Würmer und deren Entwicklungsstadien im Darm des Tieres abgetötet. Der Hund hat dann keine Würmer mehr und scheidet auch keine ansteckenden Wurmeier mehr aus. Er ist also wurmfrei – kann sich aber jederzeit wieder anstecken, indem er neue Wurmeier aufnimmt. In diesem Fall dauert es ebenfalls wieder einige Wochen, bis sich im Darm des Tieres neue Würmer entwickeln und ansteckende Eier ausgeschieden werden. Bei Spulwürmern rund 4 Wochen, bei Bandwürmern meist länger und bei den seltener vorkommenden Hakenwürmern auch weniger als 4 Wochen. Möchte man ein Tier garantiert wurmfrei haben und ausschließen, dass es ansteckende Eier ausscheidet, muss man alle 4 Wochen entwurmen. Dies ist aber nur in besonderen Fällen, z. B. bei sehr hohem Ansteckungsrisiko und engem Kontakt mit kleinen Kindern oder kranken Personen empfohlen. Bei normalem Infektionsrisiko reichen im Schnitt vierteljährliche Entwurmungen bzw. Kotuntersuchungen. Die Ausscheidung ansteckender Eier wird damit gering gehalten und ein Wurmbefall gestoppt, bevor er dem Tier schadet. Weitere Informationen zum Parasitenschutz bei Hunden finden Sie auf der Internetseite der ESCCAP unter www.esccap.de.“

Wie lange wirkt eine Wurmkur?

Welpen und Hündinnen richtig entwurmen

Welpen zu entwurmen ist das A und O, denn die Probleme beginnen früh

Die meisten Hunde sind von Geburt an mit Würmern infiziert. Denn einige Rundwürmer werden bereits im Mutterleib auf die Hundewelpen übertragen. Ihre Larven verkapseln sich in der Muskulatur des erwachsenen Muttertieres und wandern unter hormonellem Einfluss in die Gebärmutter, wo sie die ungeborenen Hundewelpen befallen. Aber auch nach der Geburt können Rundwürmer über die Muttermilch auf die Welpen übertragen werden. Mit zum Teil tödlichen Folgen

Welpen das erste Mal entwurmen

Nach Empfehlung der ESCCAP sollten Hundewelpen im Alter von zwei Wochen das erste Mal entwurmt werden. Die Behandlung muss danach alle zwei Wochen bis zwei Wochen nach Aufnahme der letzten Muttermilch wiederholt werden

Säugende Hündinnen entwurmen

Für die Behandlung trächtiger Hündinnen gegen die Wurminfektion der Welpen im Mutterleib gibt es keine in Deutschland zugelassenen Präparate. Da aber ein Schutz der Welpen bei Einsatz bestimmter Wurmkuren durchaus nachgewiesen werden konnte, sollten Sie Ihre Tierärztin oder ihren Tierarzt danach fragen

Wurmkur - Keine Angst vor Nebenwirkungen

Die oft als „böse Chemie“ verteufelten Wurmkuren haben einen für die Gesundheit der Tiere unschätzbaren Vorteil. Ihre Wirkstoffe greifen vornehmlich Strukturen an, die ausschließlich bei Würmern und nicht in den Organismen von anderen Tieren oder Menschen vorkommen. Bevor sie auf den Markt kommen darf, wird jede Wurmkur über Jahre hinweg durch verschiedene Behörden auf Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Sicherheit und Verträglichkeit geprüft. Für die Anwendung bei trächtigen und laktierenden Hündinnen sowie Welpen müssen darüber hinaus umfangreiche wissenschaftliche Daten zur Unbedenklichkeit vorliegen

Vereinzelte Reaktionen auf eine Wurmkur sind möglich

Meist handelt es sich dabei nur um vorübergehende Magen-Darm-Verstimmungen. Bei dem Verzicht auf eine Wurmkur dagegen ist die Gesundheit der Hündin und ihrer Welpen erheblich gefährdet. Vom Einsatz so genannter „Naturheilmittel“ zum Schutz vor Wurmbefall rät die ESCCAP strikt ab. Im Gegensatz zu behördlich zugelassenen Tierarzneimitteln sind hier weder die Wirkung noch die Sicherheit oder die Verträglichkeit seriös belegt

Kotuntersuchung vor der Entwurmung als Alternative

Welpen müssen auf jeden Fall entwurmt werden. Denn für den Schutz von Hundewelpen vor einer Ansteckung mit Spulwürmern ist die Kotuntersuchung nicht geeignet. Bei erwachsenen Hunden dagegen können anstelle einer Entwurmung auch Kotuntersuchungen vorgenommen werden. Nur wenn sich dabei Hinweise auf einen Wurmbefall finden, wird das Tier mit einer Wurmkur behandelt. Sachgerecht ist diese Methode allerdings nur, wenn für die Kotuntersuchung über drei aufeinander folgende Tage mindestens jeweils 4 Gramm Kot gesammelt und in der Tierarztpraxis untersucht werden. Wichtig ist außerdem, dass die Kotuntersuchungen regelmäßig, d.h. genau so oft wie die empfohlenen Entwurmungen, durchgeführt werden

Ein Restrisiko bei der Entwurmung bleibt

Zwischen der Ansteckung und dem Ausscheiden von Wurmeiern liegt ein mehr oder weniger langer Zeitraum. Denn während der Entwicklung der Würmer sind noch keine Eier im Kot zu finden, obwohl das Tier bereits infiziert ist. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass trotz einer unauffälligen Kotuntersuchung schon am nächsten Tag Wurmeier ausgeschieden werden. Weitere Informationen und praktische Tipps zum sachgerechten Parasitenschutz bei Hunden finden Sie im Internet unter www.esccap.de. Die ESCCAP-Tierhalter-Information zur Entwurmung von trächtigen und säugenden Hündinnen können Sie hier als PDF-Dokument downloaden...

Entwurmungsschema für Hunde und Katze

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