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Hüftgelenksdysplasie beim Hund

Hüftgelenksdysplasie (HD) des Hundes
Die Hüftgelenksdysplasie (Dysplasie = Fehlentwicklung) des Hundes, ist eine der häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates. Alle Hunderassen können von dieser Krankheit betroffen sein, wobei mittelgroße und großwüchsige Rassen tendenziell häufiger erkranken. Erstmalig wurde die HD beim deutschen Schäferhund diagnostiziert. Fälschlicherweise wird daher die HD hauptsächlich mit dieser Rasse in Verbindung gebracht, obwohl inzwischen andere Rassen noch stärker betroffen sind.

Die HD ist ein Dauerthema unter Hundehaltern. Was aber steckt dahinter und was kann man effektiv tun?
Seit mehr als 75 Jahren beschäftigt sich die Tiermedizin mit diesem Krankheitsbild, welches zu großen Teilen genetisch (d. h. erblich) bedingt ist. Aus diesem Grunde lassen die meisten Zuchtverbände nur HD-freie Tiere zur Zucht zu. Die HD des Hundes ist aber nicht nur eine genetische, sondern eine multifaktorielle (von mehreren Faktoren abhängige) Erkrankung, da auch falsche Ernährung und Haltung die HD in Ihrer Entstehung und in Ihrem Fortschreiten begünstigen können.

Wie sieht ein gesundes Hüftgelenk aus?
Jeder Hund besitzt zwei Hüftgelenke. Diese stellen die Verbindung des rechten und linken Hinterbeines mit dem Rumpf des Hundes dar. Das Hüftgelenk des Hundes ist ein Kugelgelenk. D.h. der Oberschenkelkopf, der wie eine Kugel im Hüftgelenk (Gelenkpfanne) sitzt, ist so beweglich, dass der Hund seine Hinterbeine vorwärts, rückwärts, seitlich aber auch schräg nach vorne und hinten bzw. zu den Seiten bewegen kann. Man kann also sagen, bei einem gesunden Hüftgelenk passt die Kugel des Oberschenkelkopfes genau in die Hüftpfanne, wie ein Schlüssel in ein Schloss.

Bestehen nun aber Abweichungen in Form oder Zusammenspiel der genannten Strukturen, bezeichnet man solche Hüftgelenke als dysplastisch. Bei einem erkrankten Hüftgelenk passen Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne nicht zusammen. Der Schlüssel passt also nicht in sein Schloss.

Schweregrade
Diese Fehlbildung (HD) wird je nach Ausmaß / Schweregrad in fünf unterschiedliche Grade und Formen eingeteilt. Bei deutschen Schäferhunden wird zudem noch zwischen A Normal, A fast normal und A noch zugelassen unterschieden.

HD-A = HD frei
HD-B = Übergangsart
HD-C = HD leichtgradig
HD-D = HD mittelgradig
HD-E = HD hochgradig

Wie kann der HD vorgebeugt werden?
Die Veranlagung der HD ist bereits bei der Geburt vorhanden, entwickelt sich aber erst während der Wachstumsphase. In dieser Zeit kann durch wenig gelenkbelastenden Sport sowie einer ausgewogenen, bedarfsgerechten Ernährung vorgebeugt werden. Auch die Zugabe von knorpelaufbauenden Mitteln wie Muschelfleischpulver ist zu empfehlen. In den Mera Dog junior Produkten sind diese Bestandteile selbstverständlich in optimalem Verhältnis enthalten. Besonders im Wachstum kann die Physiotherapie durch den gezielten Aufbau der Muskulatur das Hüftgelenk entlasten.

Haltungseinflüsse wie z.B. eine erhöhte körperliche Aktivität des Hundes, vor allem im Wachstumsalter sowie eine zu eiweiß- und energiereiche Ernährung, können den Verlauf der HD beeinflussen und wirken sich nachteilig aus.

Man sagt, dass die Ausprägung der HD von Generation zu Generation zunimmt, so dass die Nachkommen häufig schlechtere Hüftgelenke entwickeln, als ihre Eltern und Vorfahren. Möglich ist aber auch, dass Generationen übersprungen werden und Nachkommen von gesunden Elterntieren HD entwickeln können, wenn Vorfahren weiter zurückliegender Generationen betroffen waren. Achten Sie also schon beim Kauf des Welpen unbedingt auf HD-freie Stammbäume. Allerdings gilt zu bedenken, dass auch HD-freie Elterntiere keine Garantie bieten, dass die Nachkommen HD-frei sind!

Was sind Anzeichen (Symptome) für HD?
Abhängig von Alter des Hundes und auch dem Stadium der Krankheit variieren die Symptome. Junge Hunde beispielsweise haben Schmerzen, weil der Oberschenkelkopf nur ungenügenden Halt in der Hüftgelenkspfanne findet und dadurch die Nervenfasern der Knochenhaut gereizt werden. Bei älteren Tieren treten Schmerzen aufgrund von Arthrosen des Hüftgelenks auf. Diese entstehen durch den stetigen Abrieb bis hin zum völligen Schwund des Knorpels infolge der Fehlbelastung.

Der Gelenkknorpel, der wie eine Wachsschicht den Knochen schützt, hat eine wichtige Aufgabe. Er ist quasi der Stoßdämpfer und somit für die Stoß- und Druckfestigkeit des Gelenks und die Druckdämpfung jeder Bewegung zuständig. Ohne diese Stoßdämpfung ist ein geschmeidiges Bewegen, geschweige denn ein Belasten der Gelenke gar nicht möglich.

Zunehmende Schmerzen bei Spaziergängen sind die Folge. Der Hund möchte nicht mehr weit laufen, setzt sich öfter hin, zeigt einen instabilen Gang, lahmt häufiger und schreit beim Spielen gelegentlich auf. Meist lassen die Hunde sich beim Hinlegen einfach fallen und auch Knirsch- oder Knackgeräusche des Gelenks können hörbar sein. Typisch ist auch oft die X-Bein Stellung, bei der die Fersen nach innen gedreht werden.

Egal, welche Symptome Ihr Hund zeigt: Der sofortige Besuch beim Tierarzt sollte die Folge sein.

Wie kann HD diagnostiziert werden?
Dies lässt sich am sichersten durch eine Röntgenaufnahme feststellen. Dabei werden die Gelenke ein wenig überstreckt, was bei vorliegender HD Schmerzen verursachen könnte und dadurch meist in leichter Narkose durchgeführt wird.

Auch kann der Tierarzt den so genannten Ortolani-Test durchführen. Hier manipuliert der Tierarzt den Oberschenkelkopf so, dass er diesen kurz aus der Pfanne springen lässt mit anschließender alleiniger Reposition. Dies kann jedoch lediglich als Hinweis auf ein Vorliegen einer HD gewertet werden, schließt aber eine Röntgenaufnahme nicht aus.

Besonders in Hinblick auf verantwortungsvolles Zuchtverhalten wird hier auf eine nationale und internationale Aufnahmetechnik verwiesen. Das Ergebnis der Untersuchung mittels Röntgenbild hat Auswirkungen auf die Zuchtzulassung. Hier gibt es eigens eine HD-Kommission, die Richtlinien für eine einheitliche Aufnahmetechnik und auch Beurteilung für die Vergleichbarkeit der Aufnahmen und Hunde untereinander erstellt hat. So können die Röntgenbilder nach immer gleich bleibenden Kriterien ausgewertet werden.

Natürlich können Röntgenbilder auch ohne Narkose und in jedem Alter gefertigt werden, die keiner offiziellen Auswertung übergeben werden. Die Feststellung des Schweregrades der Hüftgelenksdysplasie kann erst nach dem ersten Lebensjahr bzw. nach Ende der Wachstumsphase gemacht werden. Bei großen Hunden, kann dies also durchaus auch erst mit dem 18-24 Lebensmonat der Fall sein.

Ist die HD heilbar?
In Deutschland leiden rund 250 000 Vierbeiner unter Hüftgelenksdysplasie. Trotz modernster Medizin kann man die HD nicht heilen. Auch ein Medikament, welches die Entwicklung hemmt, gibt es bis heute nicht. Man kann also lediglich die Symptome und das Fortschreiten der Krankheit hinauszögern und Schmerzen lindern.

Je früher man jedoch die Krankheit erkennt und je früher man sich auf den richtigen Umgang damit einstellt, desto größer ist die Chance, dem Hund ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen.

Die Behandlung der HD:
Die Behandlung ist abhängig vom Alter und dem Beschwerdegrad des Hundes. Ziel der Behandlung ist immer die Schmerzlinderung, eine Verzögerung des Fortschreitens der arthritischen Veränderung und eine Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit.

Wichtig bei der Wahl für die richtige Therapie ist der Zeitpunkt der Diagnose. Wird eine Dysplasie im frühen Stadium festgestellt, reichen oft konservative Methoden mit zusätzlich schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten aus, um o.g. Ziele zu erreichen.

Mögliche Therapien im Überblick:

  • Medikamentöse Therapie mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten
  • Regelmäßige Physiotherapie
  • Durchtrennung oder Entfernung des Musculus pectineus zur Unterbindung der schmerzleitenden Nervenfasern
  • Futterzusätze und Muskelaufbaupräparate, die den Aufbau und Erhalt von Gelenkknorpel und Muskeln unterstützen
  • Akupunktur
  • Neuraltherapie

In der Hundephysiotherapie sind Hunde mit Hüftgelenksdysplasie häufig anzutreffen. Die Therapien sind erfolgversprechend und auch prophylaktisch können große Erfolge erzielt werden. Besonders als Unterstützung der schulmedizinischen Therapie sind sehr gute Erfolge bei einem hüftgelenkserkrankten Hund zu verzeichnen. Ein Muskelaufbautraining, sowie ein Konditions- und Ausdaueraufbau in Verbindung mit entspannenden und schmerzlindernden Therapien, wie Massage und manueller Gelenkstherapie, gibt dem Hund und der Hüfte die Lebensqualität, sprich Schmerzfreiheit, wieder.

Bei schwerwiegenderen Fällen hilft oft nur noch eine Operation.
Hier gibt es unterschiedliche Methoden, die sich nach Alter, Größe, Gewicht des Hundes und Schweregrad richten. Operative Maßnahmen sind:

  • Denervation
  • Femurkopfresektion
  • Goldimplantat
  • Pektinotomie
  • Künstliches Hüftgelenk
  • Dreifach-Osteotomie mit Beckenschwenkung

Je nach Lage des Falles müssen Halter mit dem Tierarzt den für ihren Hund adäquaten, Erfolg versprechenden ggf. auch chirurgischen Eingriff wählen. Bestimmte Methoden erfordern aufwendige Nachsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen.

In Anbetracht der Vererbbarkeit sollten betroffenen Tiere von der Zucht ausgeschlossen werden.

Fazit

  • die Hüftgelenksdysplasie ist eine hauptsächlich eine erblich bedingte Erkrankung
  • erste Krankheitssymptome sind ernst zu nehmen
  • auch ein Hund mit HD kann, je nach Ausmaß der Erkrankung und rechtzeitigem Therapiebeginn ein möglichst schmerzfreies, fröhliches Hundeleben führen
  • eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung ist für den gefährdeten oder bereits erkrankten Hund ein Muss
  • Hunde mit Hüftgelenksdysplasie oder auch einer Veranlagung sollten von der Zucht ausgeschlossen werden

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