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Unser Unternehmen - MERA Tiernahrung – Fünf Sterne für 4 Pfoten

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Hunde richtig ausbilden
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Leinenführigkeit beim Hund

Das Highlight des Tages - der Spaziergang!

Eine entspannte Gassi-Runde im Park, um im stressigen Alltag die Seele baumeln lassen zu können, ist ein Genuss. Die Realität sieht da leider häufig anders aus: Der beste Freund zieht, springt in den Weg und scheint sich für alles zu interessieren, nur nicht für das andere Ende der Leine. Während eines zweistündigen Spaziergangs konzentriert mit durchhängender Leine perfekt neben Frauchen oder Herrchen zu laufen ist von Ihrem Hund zu viel verlangt. Nicht selten ist die Gassi-Runde der Höhepunkt des Tages und Ihr Hund soll diese Zeit auch schnuppernd und tobend genießen können. Um sich klar orientieren zu können, wann Ihr Hund eine Auszeit hat und wann er sich benehmen muss, sollte er ein eindeutiges Signal dazu bekommen. Dies kann ein verbaler Befehl wie „Leine“ oder "bei Fuß" sein, oder aber ein anderes spezielles Zeichen. So kann die am Geschirr befestigte Leine bedeuten „Du hast jetzt Freizeit und darfst auch vor oder hinter mir laufen!“ und die im Halsband eingehakte Leine „Lauf nun mit durchhängender Leine neben mir und konzentriere dich auf mich!“ Ganz wichtig ist das absolut und uneingeschränkt konsequente Einhalten dieser Regel, wenn Sie sie einmal aufgestellt haben. Ansonsten ist der Hund verwirrt oder nimmt Sie schlimmstenfalls nicht mehr ernst und es wird in Zukunft extrem schwierig, eine vernünftige Leinenführigkeit erneut aufzubauen.

So wird Ihr Hund leinenführig!

  • Abwechslung & Ruhe
    Seien Sie unberechenbar! Wenn Sie sich entschieden haben, mit welchem Signal Sie die Leinenführigkeit für Ihren Hund einleiten wollen, kann es losgehen. Beachten Sie, dass es schwierig ist, mit einem unausgelasteten Hund die Leinenführigkeit zu trainieren, denn dann will er erst recht nach vorne preschen. Verlegen Sie das Leinenführigkeitstraining in einen Zeitraum, in dem Ihr Hund ruhig ist und eher wenig Bewegungsdrang hat
     
  • Umgebung & Schwierigkeitsgrad
    Üben Sie zunächst an einem reizarmen Ort und steigern Sie den Schwierigkeitsgrad nur sehr langsam. Denken Sie sich eine Linie, die waagerecht durch Ihre Fußspitzen verläuft. Sobald Ihr Hund diese imaginäre Linie überschreitet, werden Sie für ihn unberechenbar und wechseln Sie abrupt die Richtung, ohne Ihren Hund dabei direkt anzusehen (Vorsicht, wenn Sie die Leine am Halsband befestigt haben, können Sie den Hund durch einen zu ruckartigen Richtungswechsel verletzen!). Führen Sie weitere unvorhersehbare Richtungswechsel durch, bis Sie (aus dem Augenwinkel) sehen, dass Ihr Hund Ihnen Achtung schenkt und sich darauf konzentriert, Ihnen auf Ihrer Höhe zu folgen. Führen Sie die Richtungswechsel nicht ausschließlich dann durch, wenn Ihr Hund die Linie überschreitet. So erhalten Sie seine Konzentration auf Sie aufrecht. Belohnen Sie keinesfalls forderndes Verhalten wie das Anstupsen der Hand mit der Schnauze, um an die Futterstückchen zu kommen. Ignorieren oder maßregeln Sie es mit einem ruhigen aber bestimmten „Nein“. Vergessen Sie nicht, den Befehl/das Zeichen für Leinenführigkeit wieder aufzuheben, sonst glaubt Ihr Hund schon bald, die Übung allein beenden zu können
     
  • Belohnung & Konsequenz
    Belohnen Sie ihn sofort verbal und mit Futter. Auch dürfen Sie, wenn er sich auf Sie konzentriert, wieder Blickkontakt mit ihm aufnehmen. Läuft Ihr Vierbeiner weiterhin wie gewünscht neben Ihnen, prima! Loben und füttern Sie ihn in unregelmäßigen kleinen zeitlichen Abständen weiter. Verliert er allerdings wieder das Interesse, beginnen Sie erneut mit Richtungswechseln und variieren Sie auch Ihr Lauftempo. Nimmt Ihr Hund dann wieder Kontakt zu Ihnen auf, belohnen Sie ihn nicht! Er wird sonst sehr schnell lernen, dass ein ständiger Wechsel zwischen ziehen und an lockerer Leine laufen die meisten Kekse in möglichst kurzer Zeit einbringt

Leinenführigkeit für Profis & schwierige Fälle

  • Steigern Sie den Schwierigkeitsgrad!
    Nach und nach werden die Zeitspannen, in denen Ihr Hund perfekt neben Ihnen läuft, immer größer und die unkonzentrierten Phasen kürzer. Erst wenn Sie sich sicher sind, dass Ihr Hund für mehrere Minuten konzentriert neben Ihnen läuft, sollten Sie an einem Ort mit mehr Umweltreizen trainieren. Steigern Sie den Schwierigkeitsgrad, bis Ihr Hund an durchhängender Leine und mit gelegentlichem Blickkontakt zu Ihnen auch an anderen Hunden vorbeigehen kann. Nun können Sie langsam den zeitlichen Abstand zwischen den Belohnungen vergrößern. Unterlassen Sie das Belohnen aber nie völlig! Schließlich leistet Ihr Hund ganze Arbeit, wenn er all die Umweltreize für Sie ignoriert
     
  • Leinenführigkeit für schwierige Fälle
    In den meisten Fällen wird das beschriebene Training, wenn es konsequent durchgeführt wird, Früchte tragen. Allerdings gibt es auch hin und wieder Hunde, bei denen die Übung nicht anschlägt. Eine Möglichkeit, Ihrem Hund Ihren Standpunkt deutlich zu machen, ist Ihre Körpersprache. In aller Regel reagieren Hunde bereits auf feinste Veränderungen in Ihrer Haltung. Gehen Sie gerade, nehmen Sie Ihre Schultern zurück und richten Sie Ihren Blick geradeaus. Wenn Ihr Hund versucht, Sie zu überholen, drehen Sie sich mit leicht vorgeneigtem Oberkörper frontal vor ihn, um ihn (natürlich ohne ihm wehzutun!) anzuhalten. Beobachten Sie Ihren Hund dabei genau. Wenn er beschwichtigt, also die Ohren zurücknimmt, die Lefzen leckt oder den Kopf herunternimmt, und zurückweicht, nehmen Sie sofort den Druck aus der Situation, indem Sie Ihren Oberkörper nach hinten neigen. So kommunizieren Sie, was Sie sich von Ihrem Hund wünschen. Bei besonders stürmischen Hunden, die zusätzlich ein hohes Körpergewicht aufweisen (und ihren Halter so umreißen könnten) kann es ratsam sein, mit einem so genannten Kopfhalfter zu arbeiten, der den Hund über einen nachgeahmten Schnauzengriff abbremst. Lassen Sie sich die praktische Anwendung unbedingt von einem erfahrenen Hundetrainer zeigen, da Sie Ihrem Hund bei falscher Benutzung Schaden zufügen können. Richtig angewandt kann der Kopfhalfter allerdings eine ideale Entlastung von Halter und Hund darstellen und ein entspanntes Spazierengehen ermöglichen
     
  • Bleiben Sie interessant
    Nicht zuletzt sollte jeder Hundehalter hin und wieder reflektieren, ob er im Konkurrenzkampf um die Aufmerksamkeit seines Vierbeiners gegen die Umweltreize gewinnen kann. Denn jeder kann etwas dafür tun, interessant für sein Tier zu werden und damit den Fokus auf sich zu lenken. Bauen Sie auf dem Spaziergang zwischendurch kleine Gehorsamsübungen ein, lassen Sie unbemerkt ein Spielzeug fallen, das der Hund dann finden muss, balancieren Sie gemeinsam über einen Baumstamm oder lassen Sie Ihren Hund ein verstecktes Leckerli suchen. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Je kreativer Sie sind, desto gespannter wird Ihr Hund zu Ihnen blicken und warten, ob Sie sich ein neues Spiel für ihn ausgedacht haben. Sich interessant zu machen ist übrigens auch der Schlüssel zu einer sicheren Abrufbarkeit aus jeder Situation

Kommandos lernen

In der Kommunikation zwischen Mensch und Hund gilt es für beide Partner stetig dazuzulernen. Durch viel Motivation und Lob sind Hunde offen dafür Dinge zu erlernen und umsetzen. Je mehr Bindung, Beziehung und Vertrauen zwischen beiden Partnern besteht, desto harmonischer gehen sie miteinander um und verstehen, was der eine dem anderen „mitteilen“ möchte. Je sensibler der Umgang miteinander erfolgt, desto besser gehen Hund auf Mensch und Mensch auf Hund aufeinander ein, desto inniger ist das Leben miteinander.

Das Kommando „SITZ“ bei Hunden

Der Hund soll lernen, zu sitzen. Sie können ihm das nicht mit Worten erklären, und auch nicht zeigen, indem Sie sich selbst hinsetzen. Es gilt die Aufmerksamkeit des Welpen zu gewinnen, so dass er den Mensch beobachtet und auf dessen Körpersprache und Stimme reagieren kann. Leichter fällt dies dem Welpen, wenn er in einer Umgebung lernt, die nicht so viel Ablenkung bietet. Wenn der Welpe mit seinen Augen einer Hand folgt, die von der Nase des Hundes sichtbar für ihn langsam! nach oben gleitet, wird sich der Welpe zur Wiederherstellung seines Gleichgewichtes hinsetzen. Erst dann folgt ein ruhiges, freundliches „Sitz“ als Kommando, d.h. sein Tun wird mit dem Kommando „Sitz“ belegt, gefolgt von einem in der Stimmlage eher tief ausfallenden, ruhigen „Gut sooo“, um ihn (positiv) zu bestätigen. Je nach Temperament des Hundes kann auch ein taktiles Lob folgen. Dazu streicht die Hand mit leichtem Druck fest und ruhig über den Kopf in Richtung des Fellwachstums, begleitet von der ruhigen Stimme „Gut sooo“. Ein stürmisches hin und her streicheln würde den Hund völlig aus der Konzentration reißen. Auch ein Leckerli zusammen mit der Stimme kann als Lob (und Bestätigung) eingesetzt werden. Dieser Vorgang sollte öfter wiederholt werden, denn durch die Wiederholung lernt ein Hund (Konditionierung). Auch durch „Abgucken“, sprich durch Vorbild lernen Hunde, d.h. die Hunde schauen sich auch untereinander Dinge ab – natürlich auch negative Dinge. (auch die Konditionierung kann negativ sein)

Das Kommando „HIER“ bei Hunden

Auch hier sollten Sie das Kommando erst aussprechen, wenn der Hund schon tut, was er soll, denn zunächst kann Ihr Hund mit „Hier“ nichts anfangen! Der Hund kommt während des Freilaufes auf Sie zu. Sie bestätigen dieses Verhalten, indem Sie ihn mit Ihrer Körpersprache motivieren, schnell zu kommen: Dazu gehen sie in die Hocke, d.h. machen sich klein, breiten beide Arme aus und motivieren und bestätigen sein Tun mit möglichst hoher aufmunternder Stimme. Bewegungen nach hinten bestärken sein Kommen. Dagegen bewirkt ein „auf ihn zulaufen“ genau das Gegenteil, es wäre eine Bedrohung, der Hund verlangsamt sein Tempo in Ihre Richtung oder läuft sogar weg. Während er sich Ihnen annähert wiederholen Sie öfter das Kommando „Hier“ und den „Hier-Pfiff“, damit Ihr kleiner Welpe sein „zu Ihnen rennen“ mit dem Kommando „Hier“ in Verbindung bringt. Ist er stürmisch bei Ihnen angekommen, sollte er in Sie „hineinlaufen“ dürfen, Sie leicht anspringen dürfen – immer begleitet durch eine lobende freudige Stimme, dass er merkt, wie sehr Sie sich über sein Kommen freuen. In dieser Situation dürfen sie ihn auch ausgiebig streicheln. Hierbei darf der Strich auch mal gegen die Fellrichtung erfolgen, denn der Hund darf sich ja bei seiner Freude, bei Ihnen zu sein, bewegen. Auch hier bestärken Leckerli Ihr Lob. Wenn Ihr Hund versucht sich einem Kommando zu entziehen, vorausgesetzt er weiß wirklich was Sie von ihm möchten, sollten Sie „dran bleiben“. Motivieren Sie ihn mit Bestimmtheit, aber auch mit Ruhe, Freundlichkeit und Geduld, das Gewünschte zu tun. Überdenken Sie selbst die Situation: War ich klar im Geben des Kommandos? War ich mit meinen Gedanken bei meinem Hund? Ablenkung, Tonlage, Körpersprache, Geduld, Motivation, Konsequenz?

Stimmt die Basis zwischen Mensch und Hund?

Es kann passieren, dass Ihr Hund sich mal zu entziehen versucht. Sie sollten sich dann immer fragen, woran es liegen kann. Sind Sie zu ungeduldig? Haben nicht so viel Zeit, sind hektisch? Haben Sie das Umfeld nicht berücksichtigt? Vielleicht ist er hormonell in einer Situation, die ihn zeitweise etwas aus der Bahn wirft, oder ist er gar krank? Ein noch junger Hund will vielleicht auch ausprobieren, wie weit er bei Ihnen gehen kann? Oder er hat gerade etwas für ihn ganz interessantes entdeckt? Hier sollten Sie ihm Grenzen setzen. Das bedeutet mit ihm üben, mit einer sicheren Stimme klar machen, dass Sie dieses und jenes Verhalten nicht wünschen. Aber immer mit Geduld, Ruhe und Gerechtigkeit.

Geben Sie klare und neutrale Kommandos! Je mehr Hilfen und Lob Sie ihm zu Beginn geben, desto besser lernt er und desto motivierter ist er dabei. Und ganz wichtig - Lassen Sie Ihren Hund nie im „Negativen“ zurück - Situationen sind immer positiv zu beenden, Kommandos sind immer aufzulösen, d.h. nach einem durchgeführten Kommando muss der Hund wieder „frei“ gegeben werden. Es gibt verschiedene Stufen des Lobs, Tadels und der Motivation! Wut auf Ihren Hund hat hier keinen Platz – er ist Ihr Partner, der sie liebt, der auf Sie angewiesen ist, für den sie Verantwortung tragen.

Postboten & Besucher empfangen

Aber bitte höflich!

Dieses Problem kommt vermutlich fast so häufig in deutschen Haushalten vor, wie der Hund selbst. Es klingelt und der geliebte Vierbeiner rastet förmlich aus. Dabei gibt es zwei Fraktionen: Den freundlichen Begrüßer-Typen, der Besucher freudig anspringt und ableckt und den Aufpasser, der jeden „Eindringling“ verbellt und am liebsten sofort wieder nach Hause schicken würde. Beide Varianten kommen bei den meisten Gästen meist weniger gut an und sollten besser abgestellt werden. Die Herangehensweisen sind allerdings sehr unterschiedlich. Während dem Hund im ersten Fall „nur“ beigebracht werden muss, wie sich Menschen eine freundliche Begrüßung vorstellen, ist das Training mit einem Wächter wesentlich intensiver.

Training mit dem „Begrüßer-Typen“

Hunde, die fröhlich an einem Besucher hochspringen, um ihm durchs Gesicht zu lecken, machen zunächst einmal nichts falsch: Das, was sie tun, ist eine für Hunde sehr soziale und höfliche Art der Begrüßung. Sie möchten ihrem Gegenüber die „Lefzen“ lecken. Da das Gesicht des Menschen in aller Regel zu hoch ist, versuchen sie, es durch Hochspringen zu erreichen (nicht zu verwechseln mit einem maßregelnden Anspringen, bei dem der Hund den Menschen mit Wucht anpöbelt). Da dieses Verhalten aber besonders ängstlichen Besuchern missfällt, ist das Antrainieren eines Alternativverhaltens eine gute Option. Eine mögliche Variante wäre, dass der Hund sitzend abwartet, bis der Besucher selbst den Kontakt aufnehmen möchte. Um ein solches Verhalten zu trainieren, benötigen Sie viele verschiedene, zuvor instruierte Besucher, die in unregelmäßigen Abständen bei Ihnen klingeln. Diese sollten sich, sobald der Hund an ihnen hochspringt, kommentarlos wegdrehen und - bei sehr hartnäckigen Hunden - die Türe schließen und wieder gehen. Bleibt der Hund ruhig sitzen, wird er vom Besucher mit Aufmerksamkeit und einem Keks belohnt. Sollte er dann wieder anfangen, hochzuspringen (was sehr wahrscheinlich der Fall sein wird), dreht sich der Gast erneut weg. Sobald der Hund verstanden hat, was von ihm verlangt wird, sollten Sie die Zeitspanne, in der er auf seine Belohnung warten muss, langsam steigern. Bald schon wird Ihr Hund bei der Ankunft eines Besuchers wohlerzogen warten, bis er an der Reihe ist.

Training mit einem „Aufpasser“

Das Training mit einem wachsamen Hund, der Besucher verbellt, gestaltet sich schon schwieriger, da dieses Verhalten höchstwahrscheinlich bereits mehrfach von Erfolg gekrönt war. Denn in der überwiegenden Mehrheit der Fälle reagieren Menschen auf ein offensives Verhalten seitens eines Hundes mit Rückzug: Bellt ein Hund eine Person an, die ihn streicheln möchte, so zieht diese zumeist erschrocken die Hand zurück. Der Plan des Hundes ging also auf und er wird das unerwünschte Verhalten in Zukunft immer wieder zeigen. Um einem „Aufpasser“ ein Alternativverhalten anzutrainieren, bedarf es einer Menge Durchhaltevermögen und Konsequenz. Einige Rassen haben die Tendenz, wachsamer zu sein als andere, da es ihnen im Blut liegt. Aber auch unabhängig von den Erbanlagen gibt es Hunde, die territorialer veranlagt sind, manche davon so stark, dass man ihnen das Verbellen von Fremden niemals komplett abgewöhnen kann. Vermindert werden kann die territoriale Aggression aber in nahezu allen Fällen.

Leinen Sie Ihren Hund jedes Mal wenn es klingelt fest an und ignorieren Sie ihn solange er sich aufregt. Haben Sie dabei Geduld, einige Hunde sind extrem ausdauernd in ihrer Abwehrhaltung. In dem Moment, in dem er sich beruhigt (oder zumindest eine Bellpause einlegt) belohnen Sie Ihren Hund nach allen Regeln der Kunst: verbal, durch Streicheln, mit Leckerlis und/oder mit einem Spiel. Nach vielen Übungseinheiten wird Ihr Hund lernen, dass er mit seinem aggressiven Verhalten bei Ihnen auf Granit beißt und dass es sich mehr lohnt, ruhig zu bleiben. Sollten Sie Probleme haben, Ihren Hund in seiner Aufregung anzuleinen, können Sie ihm auch eine Haus-Schleppleine anlegen. Diese dünne und leichte ca. 1-2 m lange Stoffleine zieht der Hund dann den gesamten Tag hinter sich her und ist somit jederzeit problemlos für Sie greifbar. Auch bei diesen Übungen können Sie den Schwierigkeitsgrad nach und nach steigern. Sobald es Ihr Hund an kurzer Leine schafft, gelassen auf Besucher zu reagieren, verlängern Sie die Leine und damit den Bewegungsradius des Hundes, verbieten Sie ihm allerdings, diesen Bewegungsradius zu nutzen. Sollte er den ihm zugewiesenen Platz verlassen, bringen Sie ihn kommentarlos wieder zurück. Ziel des Trainings ist, dass der Hund auch ohne Kommando beim Klingeln auf seinen Platz geht und dort bleibt, bis er freigegeben wird.

Der Postbote ist da!

Die Problematik, dass der Hund anschlägt, wenn die Post kommt, ist derer beim Verbellen von Besuchern sehr ähnlich. Mit einer Ausnahme: Der Hund hat jedes Mal umgehend Erfolg mit seinem aggressiven Verhalten. Denn der Ablauf ist ja immer identisch. Der Postbote erscheint, der Hund bellt, der Postbote verschwindet wieder. Dass der ungebetene Gast nicht aufgrund des Bellens das Grundstück verlässt, sondern sowieso gegangen wäre, ist dem Hund natürlich nicht bewusst. Er lernt nur, dass er durch sein Bellen zum Erfolg kommt, denn der Eindringling ist anschließend fort.

Wenn der Hund bereits eine Antipathie gegen den Briefträger entwickelt hat, kann das Training wie bei einem „Aufpasser“ durchgeführt werden. Holen Sie sich allerdings einen Vierbeiner neu ins Haus, so ist Vorbeugen natürlich wesentlich besser als heilen. Machen Sie den Postboten zum besten Freund Ihres Hundes. Geben Sie ihm Leckereien mit oder platzieren Sie ein Spielzeug vor der Tür, welches der Hund nur vom Briefträger bekommt. So wird Ihr Vierbeiner sehr schnell begreifen, dass mit der Post eines seiner Tages-Highlights zu Hause ankommt.

Pubertät bei Hunden

So schaffen Sie die Pubertät gemeinsam mit Ihrem Hund!

Wenn aus dem Welpen ein Junghund und aus dem Junghund ein pubertierender Hund wird, bleiben sie nicht selten anfällig für Problemverhalten. Für die optimale Wesensentwicklung Ihres Vierbeiners ist nach der Welpenzeit auch der richtige Umgang entscheidend. Das Flegelalter bietet die Chance, das Wesen Ihres Hundes weiter zu festigen und zwar im Zusammenspiel der genetischen Anlagen, der Vorarbeiten von Hundezüchter, Hundemutter sowie dem eigenen Engagement während der Welpenzeit. Ihr heranwachsender Hund braucht jetzt die vertrauensvolle, intensive Führung so nötig, wie selten in seinem Leben.

Die meisten Hundefreunde wissen, wie wichtig die ersten Monate im Leben eines Hundes für seine zukünftige Wesensentwicklung sind. Doch unerfahrene Hundehalter lehnen sich nach überstandenen Welpenspielstunden gerne zurück - schließlich wurden dem Hund in dieser Zeit die Stubenreinheit, die Leinenführigkeit, das Autofahren und erste Gehorsamslektionen vermittelt. Doch die Wesensentwicklung Ihres Vierbeiners ist mit Abschluss der Welpenzeit noch lange nicht zu Ende.

Wer seinen Vierbeiner kontinuierlich trainiert, kann mit stetigem Erfolg rechnen - so wird es oft erwartet. Doch gerade in der Pubertät des Hundes sollte der eigene Ehrgeiz gezügelt werden. Mit zunehmendem Alter eines Hundes steigen auch die Ansprüche an ihn: Schließlich stehen schon einige Grundlagenübungen wie z.B. Sitzen, Liegen oder Kommen auf Signal seit Monaten auf dem Plan. Die Trainingseinheiten werden nicht nur zeitlich sondern auch qualitativ ausgedehnt. Doch nicht selten bleibt der Erfolg aus. Was sind die Gründe für die problematische Entwicklung zwischen Mensch und Vierbeiner?

Pubertät und Adoleszenz - Zeit für Veränderung.

Die Veränderungen der inneren Bedingungen eines Junghundes während seiner Adoleszenz führen nicht selten zu Verständigungsproblemen. Besonders die Sexualhormone sind Grundlage dafür, dass der Hund heftiger auf Umweltreize reagiert. Mensch und Tier verstehen sich plötzlich während des Trainings nicht mehr. Der Hund macht viele "Fehler", weil er häufig mit Trainingssituationen konfrontiert wird, in denen er nur versagen kann. Der Schwierigkeitsgrad bekannter Übungen sollte jetzt nicht weiter gesteigert und der eigene Ehrgeiz gezügelt werden.

Kooperation statt Konfrontation.

Wenn aber der Schwierigkeitsgrad nicht mehr gesteigert wird, kommt es dann zur Stagnation im Training? Nein, denn im Gegenzug gibt es alles, was dem Hund wichtig ist nur noch gegen Kooperation mit dem Menschen. Doch was bedeutet Kooperation? Ein Beispiel: Bei einem Treffen eines Vierbeiners mit seinen Hundekumpels ist es üblich, den Hund sitzen zu lassen, bevor er abgeleint wird. Weniger Wert legt man hingegen auf die Blickrichtung des Hundes, welche meistens schon in Richtung Hundekumpel gerichtet ist. Kooperation bedeutet nun, den Blick von den Hundefreunden wieder abzulenken und sich mit dem Partner Mensch ein paar Schritte von den anderen Hunden zu entfernen. Erst wenn er diese Kooperation schafft, wird er belohnt: Mit dem Freilauf zu seinen Kumpels.

Training "Kooperation" an der langen Leine.

Immer wieder werden so das Abwenden und Abrufen von verschiedenen Ablenkungen geübt. Wichtig dabei ist, dass der Vierbeiner lang angeleint ist und so eine sichere Lernsituation geschaffen wird: Denn so ist eine Selbstbelohnung des Hundes durch Verweigerung der Kooperation nicht möglich. Dieses Prinzip ist gerade während der Pubertät sehr wertvoll, weil es die Regeln des Zusammenlebens eben mit Kooperation anstelle von Konfrontation trainiert.

Distanztraining

Was bedeutet Distanztraining?

Im Distanztraining wird zwischen Hund und Mensch langsam und kontinuierlich eine Distanz aufgebaut und gleichzeitig die soziale Bindung erhöht. Gerade bei Hunden, die sich leicht von Reizen aller Art ablenken lassen, bietet das Longiertraining eine gute Möglichkeit, die Kommunikation im Hund-Mensch-Team aufzubauen, zu verbessern und zu festigen. Es geht jedoch nicht darum, den Hund bei Fuß zu führen. Ziel ist es, eine Kontrolle auf Distanz zu bekommen. Diese muss natürlich Schritt für Schritt aufgebaut werden.

Wenn sich beide im Kreis drehen

Die ersten Lektionen beginnen auf dem Longierplatz: Der Hundeführer führt im Kreisinneren den Vierbeiner mit lockerer Leine an der Außenseite des Kreises entlang, wobei der Hund die Absperrband-Grenze nicht überschreiten darf. Immer weiter drehen sich Hund und Hundeführer im Kreis, wobei sich nach und nach folgende Entwicklung einstellen sollte: Die Grenzüberschreitungsversuche nehmen ab, der Hund läuft aufmerksam auf der Außenbahn, die Blickkontakte werden öfter und länger vom Hund angeboten.

Ganz langsam auf Distanz gehen

Als ideale Strategie für den Distanzaufbau hat sich der sporadische Distanzwechsel bewährt. Dabei geht es immer wieder um Distanzerhöhungen von wenigen Zentimetern, die bei Erfolg auch wieder reduziert werden können. Während des Distanzaufbaus sollte man auf eine Fünf-Meter-Schleppleine als Führmittel zurückgreifen. Hat der Hund eine Distanz von drei bis vier Metern zum Hundeführer geschafft, kann meistens auf die Schleppleine verzichtet werden. Die Bindung zwischen Vier- und Zweibeiner hat sich in den meisten Fällen so intensiviert, das sich der Hund über Sichtzeichen führen lässt. Sogar die elementaren Gehorsamsübungen Sitz, Platz und Steh werden nach Vorgabe konditionierter Sichtzeichen mit Erfolg durchgeführt.

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