X

Unser Unternehmen - MERA Tiernahrung – Fünf Sterne für 4 Pfoten

Mit unseren Marken MERADOG, MERAVITAL, MERA EXKLUSIV und WAHRE LIEBE bieten wir international erfolgreiche Produkte für Hunde und Katzen in allen Lebensphasen. Klicken Sie auf ein Logo, um mehr zu erfahren.

Mera
Meradog
Wahre Liebe
Mera Exklusiv
Mera Exklusiv

Spiele, Beschäftigung und Hobbies für Hunde

Der Spaziergang mit Hund wird zum Abenteuer

Das Highlight des Tages für den Hund - der Spaziergang

Zusammen spazieren zu gehen ist sowohl für Hund als auch für den Halter ein Highlight des Tages. Diese Zeit auch noch gemeinsam zu nutzen und nicht nur nebeneinander herzulaufen, macht den Weg zu einem echten Erlebnis für beide Seiten.

Je interessanter Sie sich selbst machen, desto mehr wird Ihr Hund seine Aufmerksamkeit auf Sie richten. Hier finden Sie verschiedene Anregungen, wie Sie den Spaziergang für Ihren Hund erlebnisreich gestalten können.

Suchspiele

Legen Sie Ihren Hund außer Sichtweite ab (oder binden Sie ihn an) und verstecken Sie etwas für ihn. Das kann ein Spielzeug, ein Futterbeutel oder ein Leckerli sein. Sie können den Schwierigkeitsgrad problemlos variieren: Der gefüllte Futterbeutel wird intensiver riechen als ein Spielzeug aus Gummi. Auch können Sie das Objekt nicht nur am Boden verstecken, sondern in einer etwas erhöhten Astgabel einklemmen oder sogar im Waldboden eingraben. Oder aber Sie verbergen den Gegenstand an einem schwer zugänglichen Ort, den sich der Hund erst erklettern muss.

Parcours

Wenn Sie einen Waldspaziergang machen, nutzen Sie die vorhandenen Gegebenheiten, um Ihren Hund einen Parcours absolvieren zu lassen. Er kann über Baumstämme balancieren oder unter ihnen hindurchkriechen, auf Baumstümpfe springen oder ein verstecktes Spielzeug in einem Laubhaufen aufspüren. Achten Sie aber immer darauf, dass Sie die Übungen an Statur und körperliche Fitness Ihres Hundes anpassen.

Wurstfährte

Ihr Hund bleibt außer Sichtweite während Sie eine „Würstchenfährte“ legen. Ziehen Sie dazu ein Würstchen hinter sich her oder lassen Sie das Wurstwasser aus Glas oder Dose in kurzen Abständen auf den Boden tropfen. Am Ende der Fährte wartet dann die leckere Belohnung auf Ihren Hund! Um den Schwierigkeitsgrad zu steigern, können Sie das Wurstwasser auch immer stärker verdünnen.

Achtung:

Überlegen Sie sich vorher, ob es für Sie in Ordnung ist, wenn Ihr Hund draußen nach Essbarem sucht. Ihr Hund wird nicht zwischen einer spielerischen Situation und einem weggeworfenen verdorbenen (oder schlimmstenfalls vergifteten) Lebensmittel unterscheiden. Sie können Ihrem Hund auch beibringen, etwas Essbares nur nach Ihrer Erlaubnis aufzunehmen. Dies benötigt zwar ein konsequentes und in manchen Fällen recht langwieriges Training, ist aber möglich!

Apportierspiele

Im Freien bieten sich Apportierspiele mit Futterbeutel & Co. besonders an. Lassen Sie den zu apportierenden Gegenstand unbemerkt fallen und schicken Sie Ihren Hund nach einiger Zeit zurück, um ihn zu suchen. Für kleinere Gegenstände bietet sich hohes Gras an, in dem der Hund sein Objekt suchen muss. Ein wasserverrückter Hund apportiert sein (schwimmfähiges) Spielzeug auch besonders gerne aus einem See oder dem Meer. Achten Sie bei letzterem darauf, dass Ihr Vierbeiner nicht zu viel Wasser schluckt.

Apportierspiele bieten auch immer die Möglichkeit, kleine Gehorsamsübungen einzubauen. So können Sie Ihrem Hund das Kommando „Bleib!“ geben, während Sie den Gegenstand werfen. Der Hund darf dann erst nach Freigabe loslaufen. Diese Übung können Sie auch steigern, indem Sie, nachdem der Gegenstand gelandet ist, in die entgegengesetzte Richtung gehen, Ihren Hund zu sich rufen und erst dann den Gegenstand apportieren lassen. Oder aber Sie rufen den Hund ab, während er sich im vollen Lauf in Richtung Beute befindet. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.

Ein gemeinsames Hobby finden

Kreative Beschäftigung - gemeinsam aktiv werden

Um eine für Ihren Hund passende Beschäftigungsform zu finden, sollten Sie zunächst einmal genau betrachten, für welche Zwecke diese Rasse gezüchtet wurde. Hunde, die bei der Jagd Wild aufstöbern sollen, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit viel Freude an Nasenarbeit haben, Hunde, die zur Hatz eingesetzt werden, können mit einer Reizangel ihrem Trieb nachgehen und Retriever sind nicht etwa als Familienhunde sondern zum Herantragen geschossenen Flugwildes gezüchtet worden und werden aller Wahrscheinlichkeit nach Spaß an Apportierspielen (besonders im Wasser!) haben. Viele Ideen für ein gemeinsames Hobby mit Hund finden Sie hier>

Testen Sie, was Ihrem Hund gefällt

Oft bieten Hundeschulen Schnupperkurse für verschiedene Hundesportarten an oder geben kompakte Einführungsseminare. Wenn Sie etwas Passendes für Ihren Vierbeiner gefunden haben, hören Sie erst in sich hinein, ob auch Sie Freude an diesem gemeinsamen Hobby finden können. Wenn Sie lustlos mit Ihrem Hund zusammen arbeiten, wird sich dies immer auch auf Ihr Tier übertragen und die Freizeitbeschäftigung wird für beide Seiten zäh und langweilig. Gehen Sie allerdings selbst mit Begeisterung an eine Sache, werden Sie Ihren Hund aller Wahrscheinlichkeit nach zu fast jeder Sportart motivieren können, egal mit welcher Rasse Sie es zu tun haben.

Aber vorsicht:

Auch wenn ein Hund begeistert eine Sportart betreibt, heißt dies noch lange nicht, dass es die richtige Beschäftigungsmethode für ihn ist. Zum einen setzen bestimmte Rassemerkmale Grenzen bei der Auswahl. Ein Kangal hat schon allein aufgrund seines Körperbaus Schwierigkeiten, einen regulären Agility Parcours zu bewältigen und ein Mops ist wegen seiner verkürzten Nase für die Fährtenarbeit eher ungeeignet. Zum anderen sollten Sie immer im Auge behalten, wieviel eines Sports noch gut für Ihren Hund ist. Sicherlich haben Sie auch schon einmal einen Hund beobachtet, der extrem auf einen Ball oder bestimmte andere Spielzeuge fixiert ist. Solche Hunde würden eher mit einem Kreislaufkollaps zusammenbrechen, als ein Ballspiel bei Erschöpfung von sich aus zu beenden. Solche Fälle gibt es bei allen erdenklichen Beschäftigungsformen.

Grenzen erkennen

Ein Hund kann sowohl körperlich als auch geistig überfordert werden.

Versuchen Sie ein Gefühl dafür zu bekommen, wann Ihr Hund an seine Grenzen stößt. Bedenken Sie auch, dass eine Sportart, die Ihrem Hund gefällt und theoretisch auch für seine Rasse geeignet wäre, ihm im Einzelfall nicht guttun kann. Zum Beispiel ist es manchmal fraglich, ob ein an sich schon übersteigert aktiver Hütehund noch jeden Tag mehrere Stunden auf dem Agility-Platz „aufdrehen“ sollte. Das Verlangen nach Aktivität kann auch beim Hund zur Sucht werden und ist nicht selten antrainiert. Wie bei allen Dingen ist das richtige Maß entscheidend. Probieren Sie auch einmal, einen Gegenpol zum Verhalten Ihres Hundes zu finden: Ein sehr aktiver Hund profitiert vielleicht mehr von Slowgility als von Agility und ein lethargischer Hund sollte mit aktiveren Beschäftigungsformen aus der Reserve gelockt werden.

Artgerechte Beschäftigung des Hundes

Ein essenzielles Thema der Haltung eines Hundes ist die Beschäftigung.

Die meisten Hunde benötigen mehr Auslastung als die tägliche Gassi-Runde. Gerade bei Rassen, die gezüchtet wurden, um dem Menschen bei unterschiedlichen Aufgaben wie der Jagd, dem Hüten von Schafen oder dem Ziehen von Schlitten zur Seite zu stehen ist das der Fall. Die Motivation, Leistung zu bringen, ist diesen Hunden angeboren und muss bei artgerechter Haltung entsprechend befriedigt werden. Nicht wenige Verhaltensauffälligkeiten liegen in mangelnder körperlicher oder geistiger Auslastung begründet und lassen sich durch das Einführen von Beschäftigungseinheiten beseitigen.

Im Folgenden wollen wir Ihnen eine Vielzahl von verschiedenen Beschäftigungsformen für Ihren Hund vorstellen. Sie sind je nach Anforderung aufgeteilt in verschiedene Kategorien, wobei die Übergänge dabei fließend sind. So ist Agility beispielsweise körperlich anstrengend für den Hund und gehört somit in die Kategorie „Sportliche Aktivitäten“. Gleichzeitig könnte es aber auch genauso gut dem Punkt „Bindungsarbeit“ zugeordnet werden, da der Hund lernt, auf seinen Menschen zu achten und seine Signale zu befolgen. Um ein gemeinsames Hobby zu finden, sind diese Tipps hilfreich>

Nasenarbeit

Nicht nur etwas für Jagdhunde: Die Nasenarbeit. Viele Hunde werden Freude daran finden, versteckte Objekte zu suchen oder einer Fährte zu folgen. Es liegt in ihrer Natur, eine Beute aufzustöbern. Nur wenige Beschäftigungsformen lasten einen Hund so sehr aus wie das konzentrierte Suchen eines Gegenstandes oder anderen Lebewesens.

Mantrailing

Eine inzwischen weit verbreitete und sehr beliebte Hundesportart ist das Mantrailing. Dabei verfolgt der Hund die Spur eines Menschen anhand eines getragenen Kleidungsstücks oder eines von der Zielperson berührten Gegenstandes. Der Hund nimmt geringste Spuren von Schweiß oder Hautpartikeln wahr und kann, nach einer intensiven Ausbildung, sogar Laufrichtung und frische der Spur bewerten. Die Grundlagen begreifen Hunde in aller Regel sehr schnell und kurze Suchstrecken können bereits nach wenigen Trainingseinheiten erfolgreich absolviert werden. Bis ein Hund-Mensch-Team professionell bei der Suche nach vermissten Personen eingesetzt werden kann, bedarf es monate- bis jahrelanger Übung.

Praxis-Tipp:

Wenn Ihr Hund schon Erfahrung im Suchen hat, probieren Sie doch einfach einmal aus, ob er ein Naturtalent im Mantrailing ist! Sie benötigen nur eine zweite Person zum Suchen und zwei Kleidungsstücke, die diese eng am Körper getragen hat. Behalten Sie eines der Kleidungsstücke in einem Beutel bei sich, das andere nimmt die Zielperson mit und schüttelt es im Gehen, um eine Spur von Hautschüppchen auf dem Weg zu hinterlassen. Wenn die Zielperson eine kurze Strecke zurückgelegt und sich versteckt hat, halten Sie Ihrem Hund das Kleidungsstück unter die Nase und schicken Sie ihn (an der Schleppleine) auf die Suche. Viele Hunde verstehen sofort, was von Ihnen verlangt wird. Seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn es nicht direkt klappt. Dann können Sie unter Anleitung in einem „Schnupperkurs“ erste Erfahrungen sammeln.

Fährtensuche

Während es beim Mantrailing darauf ankommt, dass der Hund sich am (oft auch vom Wind verwehten) Individualgeruch einer Person orientiert, folgt er bei der Fährtensuche der exakten Spur, die vom Fährtenleger hinterlassen wurde. Die Fährte besteht aus dem Geruch von beschädigtem Untergrund und zertretenen Pflanzen. Bei dem Ablaufen der Spur muss der Hund dort platzierte Gegenstände anzeigen oder aufnehmen. Im Gegensatz zum Mantrailing ist eine reine Fährtensuche im Ernstfall nicht für das Auffinden einer Person geeignet, da Fährten nicht so lange haltbar sind wie eine Spur aus dem Individualgeruch eines Menschen. Eine auslastende Hundesportart ist die Fährtensuche aber durchaus.

Zielobjektsuche

Die Zielobjektsuche ist eine von Thomas Baumann entwickelte Beschäftigungsform. Der Hund wird auf den Geruch eines kleinen Gegenstandes (Feuerzeug, Münze etc.) konditioniert und soll diesen passiv anzeigen. Der Gegenstand wird in einem definierten Bereich versteckt, das kann ein Trümmerfeld, aber auch das eigene Wohnzimmer sein. Der Schwierigkeitsgrad kann über die Gestaltung des Suchfeldes, aber auch über Größe und Eigengeruch des Gegenstandes reguliert werden. So ist ein Feuerzeug natürlich geruchsintensiver als eine Münze. Die Sucharbeit fördert die Kooperationsbereitschaft des Hundes und führt zu einem positiven Erschöpfungszustand. Eine detaillierte Beschreibung der Methode und des Trainingsaufbaus findet sich in T. Baumann: „Ich lauf‘ schon mal vor…“.

Sportliche Aktivitäten

Viele Hunde lieben es, sich körperlich zu verausgaben. Die im Folgenden vorgestellten Sportarten eignen sich besonders für Hunde mit hohem Bewegungsdrang.

Agility

Agility ist eine bei Hütehundehaltern sehr beliebte Sportart. Der Hund muss, nach Anweisung seines Besitzers, einen Parcours so schnell wie möglich absolvieren. Der Parcours besteht aus verschiedenen Stationen mit Tunneln, Slalom-Stangen, Wippen, Hürden etc. Die Kommunikation zwischen Hund und Mensch und das gegenseitige Verständnis füreinander wird so gestärkt.

Dog Scooting

Eine besonders für Schlittenhunde ideale Auslastungsform ist das Dog Scooting. Der Hund wird vor ein spezielles Gefährt gespannt und zieht seinen Menschen durch die Natur. Aber nicht nur Schlittenhunde können Gefallen an dieser Sportart finden. Auch andere Rassen sind in der Lage, einen Wagen zu ziehen. Dabei müssen allerdings Gewicht von Wagen und Hund immer zusammenpassen. Ein grober Richtwert besagt, dass ein Hund maximal das Dreifache seines Gewichts ziehen sollte.

Discdogging

Beim Discdogging absolvieren Mensch und Hund im Team verschiedenste Übungen mit Frisbee-Scheiben. Der Hund apportiert rollende Scheiben, fängt Frisbees im Flug oder führt zum Teil akrobatische Sprünge mit Hilfe seines Menschen durch, sodass spektakuläre Choreografien entstehen. Das Discdogging ist nicht nur als Sportart anzusehen. Vielmehr werden durch das Miteinander Vertrauen und Bindung gestärkt.

Denksport

Nichts beschäftigt einen Hund an regnerischen Tagen so gut wie Denksportaufgaben. Er strengt sich nicht nur geistig an, sondern lässt sich auch auf eine ganz andere Art der Kommunikation mit Ihnen ein. Sehr aktive Hunde beruhigen sich bei der Kopfarbeit und werden trotzdem stark ausgelastet.

Trickdogging

Beim Trickdogging erlernt der Hund mit Hilfe eines Clickers verschiedene Kunststücke. Erfahren Sie mehr über das Trickdogging in der Meradog Hundeschule.

Dogdancing

Das Dogdancing ähnelt dem Trickdogging, da bestimmte Bewegungsabläufe mittels eines Clickers einstudiert werden. Allerdings richtet sich das Dogdancing mehr an einer direkten körperlichen Interaktion zwischen Mensch und Hund aus und es wird eine regelrechte Choreografie ausgearbeitet.

Bindungsarbeit

Bindungsfördernde Maßnahmen stärken das Vertrauen und das gegenseitige Verständnis. Mensch und Hund lernen, die Körpersprache des jeweils anderen zu deuten und sich danach zu richten.

Longieren

Das Longieren ist eine spezielle Form des Distanztrainings. Auf einer großen freien Fläche wird ein Kreis abgesteckt (z.B. mit Flatterband), den nur der Mensch betreten darf. Betritt der Hund die Kreisinnenfläche, wird er dieser verwiesen. Der Hund wird nun an der Begrenzungslinie entlang geführt und körpersprachlich gelenkt. Bestätigt wird immer der direkte Blickkontakt bei gleichzeitiger Einhaltung der gegebenen Kommandos (Richtungswechsel, Gangart, Anhalten). Auf diese Weise lernt der Hund, auch außerhalb der Trainingssituation auf seinen Menschen zu achten und sich nach ihm zu richten.

Slowgility

Das Gegenstück zu Aglility ist Slowgility. Dabei absolvieren Mensch und Hund einen Parcours möglichst langsam. Denkbare Übungen sind das Balancieren über schmale Balken, das Überschreiten von niedrigen Hürden oder ein Slalom durch Verkehrshütchen. Hunde mit übersteigerter Aktivität lernen so, über Ruhe an ihr Ziel zu kommen und ängstliche Hunde werden selbstsicherer und entwickeln ein tiefes Vertrauen in ihren Menschen.

Treibball

Bei dieser von Jan Nijboer entwickelten Sportart treibt der Hund große Gymnastikbälle vor sich her. In der klassischen Variante liegen acht z.T. verschieden große Bälle in einem Dreieck und müssen vom Hund in ein großes Tor bugsiert werden. Der Mensch dirigiert seinen Hund dabei aus der Distanz. Da der Ablauf dem Hüten von Schafen gleicht, ist das Treibball-Spiel vor allen Dingen bei Hütehunden sehr beliebt, grundsätzlich aber auch für so gut wie alle anderen Rassen geeignet. Zahlreiche Abwandlungen von der klassischen Variante garantieren jede Menge Abwechslung und viele Herausforderungen.

Gerhorsam

Guter Gehorsam bedeutet für den Hund maximale Freiheit. Denn wenn er aus jeder Situation abgerufen werden kann oder sonstige Kommandos sicher ausführt, ist auch mehr Freilauf an unterschiedlichen Orten möglich. Bei diesen Übungen geht es aber nicht nur um das strikte Ausführen von Befehlen, sondern auch um das gemeinsame Lernen.

Obedience

Bei dieser Sportart stehen das zeitnahe und exakte Befolgen von Kommandos sowie die Harmonie des Hund-Mensch-Teams im Mittelpunkt. Es werden verschiedene Übungen wie Bei-Fuß-Gehen, Apportieren, Geruchsunterscheidungen, Distanzübungen oder das Vorausschicken in eine Box abgefragt.

Reizangeltraining

Das Reizangeltraining kann zur körperlichen Auslastung eines Hundes eingesetzt werden, eignet sich aber auch hervorragend zur Übung der Reizkontrolle. Ein Spielzeug wird an eine Angel (für den Hausgebrauch reicht aber auch ein Stock mit einem Band) geknotet und damit für den Hund die Flucht einer Beute imitiert. Je mehr Richtungs- und Tempowechsel eingebaut werden, desto interessanter wird es für den Vierbeiner. Eine sichere Reizkontrolle kann über eine Bleib-Übung oder ein Abbruchsignal, während sich die Beute bewegt, trainiert werden. Mit Hilfe einer zweiten Person, die das Führen der Angel übernimmt, kann so auch eine sichere Abrufbarkeit bei starker Ablenkung geübt werden.

Praxis Tipp:

Wenn Sie das Reizangeltraining nun ausprobieren wollen, achten Sie darauf, dass die Schnur, an der Sie die Beute befestigen, nicht zu dünn ist (also niemals klassische Angelschnur nehmen!). Wenn der Hund die Beute verfehlt und in die Schnur beißt, kann diese einschneiden und den Hund gefährlich verletzen.

Apportiertraining

Nicht nur Retriever werden an Apportierübungen ihre Freude haben. Das klassische Training wird mit so genannten Dummys durchgeführt. Diese sind entweder ausgestopft oder können mit Futter befüllt werden. Hat der Hund das Apportieren einmal erlernt, können verschiedene Gehorsamsübungen in das Training eingebaut werden. So darf der Hund dem schon fliegenden Beutel nicht hinterherlaufen, bis der Mensch ihn freigibt. Oder er muss aus vollem Lauf abrufbar sein. Den Möglichkeiten des Futterbeuteltrainings sind keine Grenzen gesetzt und der Hund wird körperlich und geistig ausgelastet.

Ideen für einen verregneten Tag

Wenn Ihr Hund bei Dauerregen keine Pfote vor die Tür setzen möchte, gibt es trotzdem zahllose Alternativen, mit denen Sie Ihren Hund in der Wohnung auslasten können. Natürlich ersetzen die folgenden Tipps keinen Spaziergang, sie sollen Ihnen aber einige Anreize geben, wie Sie die gemeinsame Zeit mit Ihrem Hund nutzen können.

Futtersuche

Ein schnell vorbereiteter Spaß ist das Verstecken von Futterbrocken in der Wohnung. Verstreuen Sie eine Hand voll Trockenfutter im Zimmer oder verstecken Sie die Stückchen gezielt. Der Hund wird Freude beim Finden haben und gleichzeitig seine Nase anstrengen.

Spielzeuge unterscheiden

Eine kniffelige Übung für Ihren Hund ist das Unterscheiden seiner Spielzeuge. Nennen Sie bei Apportierspielen den Gegenstand immer beim Namen. Nach einiger Zeit wird Ihr Hund den Gegenstand mit dem entsprechenden Wort verknüpfen. Im Laufe der Zeit können Sie die Schwierigkeit steigern, indem Sie immer mehr Spielzeuge in das Spiel mit einbeziehen.

Mach etwas Anderes!

Bei diesem Spiel handelt es sich um eine recht schwierige Denksportaufgabe, die zudem die Kreativität Ihres Hundes fördert. Belohnen Sie jedes Verhalten, das in der laufenden Runde zuvor noch nicht gezeigt wurde: Sich setzen, Sie ansehen, mit der Pfote kratzen, im Kreis laufen… Es wird lange dauern, bis Ihr Hund das Prinzip begriffen hat, doch dann werden Sie überrascht sein, wie kreativ er sein kann. Manche Hunde zeigen bei diesen Übungen Verhaltensweisen, die absolut hunde-untypisch sind.

Teebeutel unterscheiden

Bringen Sie Ihrem Hund bei, verschiedene Teesorten (oder Gewürze) zu unterscheiden. Verstecken Sie unterschiedliche Teebeutel im Raum. Halten Sie Ihrem Hund nun einen zweiten Beutel von einer der Sorten unter die Nase und lassen ihn suchen. Findet er den Beutel einer anderen Sorte, ignorieren Sie dies einfach und animieren ihn zur Weitersuche. Findet er den richtigen Beutel, belohnen Sie ihn mit Futter oder einem ausgiebigen Spiel. Nach wenigen Runden wird er verstehen, dass er immer die Sorte finden muss, die Sie ihm präsentieren. Alternativ können Sie natürlich auch jede Teesorte beim Namen nennen und Ihren Hund mit den Worten „Such Kamille!“ losschicken.

Spiele mit Flaschen

Leere Kunststoffflaschen eignen sich hervorragend zum Umbau zu Geduldsspielzeug. Zum Beispiel kann eine Flasche mit vielen kleinen Löchern versehen werden (Achtung: Entgraten Sie die Löcher immer, damit sich der Hund nicht schneiden kann!), durch die Futterbrocken gerade so durchfallen können. Befüllen Sie die Flasche, drehen Sie sie zu und lassen Sie Ihren Hund damit spielen. Hunde sind sehr geschickt darin, die Flasche so zu bewegen, dass möglichst viele Leckerlis herausfallen. Eine zweite Möglichkeit ist, eine Flasche so zu durchbohren, dass ein kleiner Holzstab horizontal hindurchgeschoben werden kann. Sie können die Flasche am Stab nun entweder selbst festhalten oder eine Aufhängung dafür bauen. Befüllen Sie die Flasche nun mit Leckereien und lassen Ihren Hund ausprobieren, wie er an das Futter herankommt.

Parcours

Bauen Sie für Ihren Hund im Haus einen Parcours auf. Dabei können Sie Tische, Stühle, Kisten, Decken etc. benutzen. Führen Sie nun Ihren Hund durch den Parcours. Wenn Sie einzelne Stationen oder Bewegungsabläufe mit Kommandos belegen (z.B. „hopp“, „Slalom“ oder „kriechen“) können Sie Ihren Hund auch aus der Ferne durch den Parcours steuern.

Hilfe, mein Hund jagt! Wie Sie den Jagdtrieb kontrollieren

Es ist einfach nicht zu fassen

Noch bevor man selbst das Häschen gesehen hat, ist der Hund auf und davon. Lautstarkes Rufen in jeglichen Tonlagen bleibt erfolglos. So mancher Hundehalter weiß nur zu gut, welche Gefühle man in einer solchen Situation durchlebt. Von Wut und Hilflosigkeit über Resignation bis hin zu panischer Angst ist alles dabei.

Den Jagdinstinkt trägt jeder Hund in sich

Je nach Veranlagung ist dieser Jagdtrieb mehr oder weniger stark ausgeprägt. In diesem Punkt stehen Hund und Halter also in einem enormen Interessenkonflikt. Was für uns Menschen einfach nur unerwünscht ist, ist für den Hund die natürlichste Sache der Welt, die ihn in einen euphorischen Rauschzustand versetzt, in dem er zu Höchstleistungen fähig wird, kaum Schmerz empfindet und sogar durch Stacheldraht rennt, wenn es sein muss.

Was ist die beste Basis für jagdfreies Verhalten?

Gelegenheit macht Jäger – Wehret den Anfängen!

Wir befinden uns in der Königsdisziplin der Hundeerziehung. Je häufiger es dem Hund gelingt, seiner Passion nach zu gehen, desto schwieriger wird es sein, das unerwünschte Verhalten umzulenken. Und gleich vorweg gesagt: Es gibt leider kein Patentrezept, wie dem Hund das Jagen wieder abgewöhnt werden kann.

Es führen mehrere Wege zum Ziel.

Sind wir doch mal ehrlich. In der Hundeerziehung und Ausbildung ist der Jagdtrieb ein wichtiges Hilfsmittel, welches wir nur zu gerne nutzen. Schon Welpen werden mit viel Liebe darauf trainiert, Spaß an kleinen Tau-Zerr-Spielen oder Ballspielen zu entwickeln. Dabei werfen wir den Ball so lange, bis der Welpe dazu motiviert wird, dem Spielzeug gerne hinterher zu jagen und es zu uns zurück zu bringen. Und das ist auch gut so. Aber überlegen wir einmal, was dieses für die Erziehung so wichtige Spiel später bedeuten könnte: Wir trainieren den Hund schon jetzt darauf, sich an schnellen Bewegungen zu erfreuen und euphorisch los zu stürmen. Genau die Motivation, die uns später bei vorbeifahrenden Radfahrern oder weglaufenden Rehen oder Hasen im Weg stehen könnte.

Was ist die beste Basis für jagdfreies Verhalten?

  • Selbstverständlich sollte zwischen Hund und Halter eine vertrauensvolle Mensch-Hund-Beziehung bestehen, in dem der Mensch schwierige Situationen managt und der Hund sich vollkommen darauf verlassen kann.
  • Der Hund sollte vorab ein zuverlässiges Herankommen – auch unter Ablenkung - gelernt haben. Was der Hund in step by step Übungen nicht perfekt erlernt hat, wird er erst recht beim Duft des Häschens vergessen.
  • Der Hund sollte stets den Halter im Blick haben und eine gute Leinenführigkeit besitzen. Auch das Ablegen auf Distanz ist eine wichtige Übung, besonders wenn der Hund auf die Straße zuzurennen droht.
  • Ausgeglichene, den individuellen Bedürfnissen des Hundes angepasste Beschäftigung und geistige Förderung ist ebenso ein wichtiger Baustein.

Der tägliche Spaziergang:

Wechseln Sie häufiger mal die Umgebung in der Sie spazieren und gehen Sie zügigen Schrittes mit Ihrem Hund, denn unser gemütliches Gangtempo ist für den Hund todlangweilig.

Überlegen Sie sich zu jedem Spaziergang etwas Besonderes, was Ihren Hund körperlich und geistig fordert. Legen Sie zum Beispiel unterwegs eine kleine Leckerfährte aus, die Ihr Hund absuchen darf, oder lassen Sie einen Handschuh fallen, den ihr Hund suchen darf. Oder verstecken Sie sich einfach selbst und lassen sich vom Hund finden. Die Freude wird riesig sein, Sie wieder zu sehen. Achten Sie nur darauf, dass die Umgebung sicher ist. Ein Gelände mit viel Wildwechsel, anderen Hunden und Autos ist ein unangemessener Spielplatz.

Loben Sie ihn nur, wenn er etwas richtig macht, aber dafür dann von ganzem Herzen. Macht Ihr Hund in Ihren Augen einen Fehler, dann bewahren Sie Ruhe und strafen Sie ihn maximal mit einem scharfen Pfui oder Nein und wiederholen Sie die Übung einfach. Achten Sie darauf, immer denselben Befehl für eine Übung zu wählen, damit Ihr Hund sich daran orientieren kann und Sicherheit bekommt. Kommunikation in ganzen Sätzen ist schwierig.

Üben Sie kleine Kunststückchen ein, wie über Balken zu springen oder zu balancieren. Oder lassen Sie ihn sitzen und warten bis Sie ihn abrufen und ihn überschwänglich für sein Herankommen loben. All das fördert gleichzeitig das Selbstbewusstsein Ihres Hundes. Ihrem Ideenreichtum sind keine Grenzen gesetzt.

In jedem Fall sollten Sie stets eine tolle Überraschung für Ihren Hund bereit halten, sobald er zu Ihnen zurück kommt. Macht er dies auch unter Ablenkung, haben Sie schon gewonnen und Ihr Hund wird jederzeit gerne zu Ihnen kommen.

Dringende Empfehlung:

Auch wenn Sie es sicherlich in einigen Ratgebern lesen werden. Es gibt einige Ausbildungsmethoden – gerade im Bereich des unerwünschten Jagdverhaltens - die absolut Tierschutzrelevant sind. Schleppleinen, Teletacgeräte, Wurfketten oder sonstige „Hilfsmittel“ sind gefährlich. Nehmen Sie Abstand und haben Sie lieber etwas mehr Geduld mit den hier benannten und im Übrigen auch bewährten, gewaltfreien Methoden. Ihr Hund wird es Ihnen danken!

Wie lenkt man den Jagdtrieb in richtige Bahnen?

Warum geht der Hund überhaupt auf die Jagd?

Wie eingangs schon erwähnt, handelt es sich grundsätzlich um genetische Anlagen, die unsere vierbeinigen Freunde in Glückszustände versetzen, bei denen sie alles um sich herum vergessen. Aber auch Langeweile, Bewegungsmangel und eine unsichere Bindung zur Bezugsperson könnten Gründe sein. Hand aufs Herz: Wie abwechslungsreich sind die meisten der Spaziergänge tatsächlich? Könnte vielleicht doch noch die eine oder andere geistige und körperliche Abwechslung eingebaut werden?

Wie lenkt man den Jagdtrieb in richtige Bahnen?

Trotz aller Bemühungen ist es nun doch dazu gekommen, dass der Hund gerne mal jagen geht, ohne dabei noch durch uns abrufbar zu sein. Finden Sie heraus, was der Grund für die Jagdvorliebe ist. Ist es nur Langeweile? Die meisten Hunde erfüllt es nebenbei bemerkt schon ungemein, das Wild einfach zu hetzen, ohne ihm etwas zu Leide zu tun. Dennoch ist nun sehr viel Geduld, Konsequenz und Ideenreichtum gefragt. Was also ist zu tun?

Beide – Hund und Halter - sollten erneut die Schulbank drücken!

  • Überlegen Sie selbst, was sich an der Erziehung und der Beziehung verändert hat, seitdem es Ihnen auffiel, dass Ihr Hund seiner Jagdpassion nachging. Hatten Sie vielleicht viel Stress auf der Arbeit und wollten den Spaziergang mit Ihrem Hund als Entspannung betrachten? Ihr Hund hat in dem Fall auf Sie gewartet und sich auf das Highlight des Tages mit Ihnen wahnsinnig gefreut. Wird ihm da nicht die erhoffte Abwechslung geboten, so sucht er sich Alternativen. Eigentlich nicht zu verdenken.
  • Haben Sie es in letzter Zeit häufiger mal durchgehen lassen, dass nicht Sie entscheiden, ob und wann er mit Artgenossen spielen darf, sondern er sich stürmisch in die Leine hängt? Dann sollten Sie auch an dieser Stelle zum Beispiel mit einem Ball oder Leckerchen wieder üben, dass Sie interessanter sind, als andere Hunde. Wenn Sie es schaffen, jederzeit die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, dann können Sie auch wieder die Entscheidung treffen, wann er den so wichtigen Sozialkontakt zu anderen Hunden suchen darf.
  • Haben Sie zuletzt mit einer Engelsgeduld abgewartet, ob ihr Hund sich auch nach dem zehnten Hier-Ruf bemüht zu Ihnen zu kommen? Auch hier müssen Sie dafür sorgen, dass ihm von Lob, über Leckerchen und Ballspielen immer etwas ganz tolles erwartet, wenn er zu Ihnen zurückkommt. Loben Sie ausgiebig und überschwänglich, wenn Ihr Hund – und sei es noch so unscheinbar – etwas richtig macht.
  • Auch wenn es der Hund vielleicht bereits alles einmal gelernt hatte … inzwischen scheint er sich an die Eine oder Andere Lektion nicht mehr zu erinnern, ganz einfach, weil wir sie höchstwahrscheinlich nicht weiter mit ihm trainiert haben. Erst wenn die Mensch-Hund-Beziehung weiter gefestigt ist, das Heranrufen und Ablegen auf Distanz mit und ohne Ablenkung sicher funktionieren, erst dann darf die Leine beim täglichen Spaziergang wieder in der Tasche bleiben.
  • Grundsätzlich ist es wichtig, sich nicht der unliebsamen Situation zu entziehen sondern sie eher sogar noch zu provozieren. Schließlich soll der Hund ja die Möglichkeit bekommen, zu lernen, was wir von ihm erwarten.

Lernen Sie Ihren Hund zu verstehen!

Lernen Sie Ihren Hund verstehen!

Der Hund ist ein wahrer Meister darin unsere Reaktionen, Gesten und Kommentare zu interpretieren und für sich mit bestimmten Handlungen zu verknüpfen. Warum also sollten wir es nicht genauso mit ihm tun? Ein Welpe erkundigt sich in seinem Verhalten noch sehr regelmäßig bei Ihnen, ob alles noch in Ordnung ist. Diese „Anfragen“ müssen beantwortet und gelobt werden, denn ansonsten wird schon der Welpe bald seine eigenen Wege ohne Ihre Hilfe gehen wollen.

Beobachten Sie Ihren Hund genau.

Interpretieren Sie seine Mimik, Gestik und Verhaltensweisen und Sie werden schnell lernen, wenn Ihr Hund Anstalten macht jagen zu gehen. Je eher Sie diese Signale erkennen, umso größer ist die Chance, dass Sie Ihren Hund noch abrufen können. Wenn Sie Ihrem Hund von Anfang an daran gewöhnen, dass er sich stets in Ihrer Nähe aufhält und nicht zu weit voraus läuft, haben Sie in jeder Situation bessere Chancen zu erahnen, was Ihr Hund im Schilde führt und können ihn noch besser beeinflussen. Am besten Sie erwischen den Moment und rufen ihn, bevor er abhaut.

Zugegeben: Den passionierten Jäger noch rechtzeitig abzurufen grenzt an höhere Kunst! Aber es ist möglich!

Was, wenn er abgehauen ist und dann irgendwann zurück kommt? Strafen? Auch wenn Sie innerlich außer sich vor Wut sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund Ihren Wutausbruch mit seinem Zurückkommen verknüpft ist groß. Wenn Sie ihn also strafen, wird er vermutlich nicht mehr wissen, was er vorher falsch gemacht hat. Das Ziel des Ganzen soll doch sein – egal was passiert – der Hund soll jederzeit gerne und freudig zu Ihnen zurück kommen! Also wäre Loben für sein Kommen schon prima. Wenn Sie – aus den verschiedensten Gründen - dennoch das Gefühl haben, dass diese Reaktion unangemessen ist, dann nehmen Sie Ihren Hund einfach emotionslos bei Fuß oder leinen Sie ihn an und beenden den Spaziergang.

Sie haben trotz aller Tipps und Bemühungen noch immer einen leidenschaftlichen Jäger zu Hause?

Was ist die Ursache des Ganzen? Das ist die wichtigste Frage und die Antwort darauf gibt auch den Trainingsplan vor!

  • Ist Ihr Hund noch immer nicht genug ausgelastet, dann wäre es zum Beispiel eine sehr gute Maßnahme, wenn Sie ihn vor seinem Spaziergang etwas am Fahrrad laufen lassen, sodass er müde wird. Wie spielen Sie mit Ihrem Hund? Werfen Sie Bälle und jagt er hinterher? Bei den besonderen Härtefällen unter den Jägern ist dieses Spiel womöglich sehr ungünstig, da der Hund auf schnelle Bewegungen trainiert wird und sein Auge diese perfekt erfassen kann. Grundsätzlich sieht das hundliche Auge Bewegungen besser, als Starres. In diesem Fall sollten Sie also umdenken. Trainieren Sie Ihren Hund lieber mit sogenannten Dummies. Lassen Sie den Hund warten und legen Sie Gegenstände aus, sodass er diese suchen und zurückbringen muss. Das ist eine sehr sinnvolle und auslastende Beschäftigung die vor allen Dingen auch für Hunde mit Erkrankungen wie HD, ED etc. praktikabel sind. Es werden keine abrupten und harten Bewegungen ausgeführt. Der Hund kann sich in eigenem Ermessen bewegen. Und das Beste an dieser Sache: Der Hund ist nicht mehr so auf schnelle Bewegungen fixiert und vor allem nicht mehr so darauf trainiert, was sich sehr positiv auf sein Jagdverhalten auswirken wird.
  • Auch intensivere Fährtenarbeit lastet den Hund sowohl körperlich als auch geistig stärker aus. Dabei nur nie den Spaß aus den Augen verlieren und den Hund nicht zwingen. Nutzen Sie lieber das Potenzial bei Dingen, die er gerne macht.
  • Manchmal kann auch die Fütterung der Schlüssel zum Erfolg sein. Packen Sie das Futter im Beisein des Hundes in eine Schüssel und dann in einen Rucksack. Zeigen Sie dem Hund deutlich, dass sein ersehntes Futter sich darin befindet. Machen Sie den Hund auf dem Spaziergang immer wieder auf das Futter aufmerksam. Versuchen Sie Ihren Hund zu sich zu rufen, bevor er seinem Jagdtrieb frönt. Sollte Ihnen das gelingen, haben Sie schon die halbe Miete. Selbst wenn er sich von Ihnen entfernt, versuchen Sie irgendwie, die Aufmerksamkeit auf sich und das Futter zu lenken. Sobald er zu Ihnen kommt packen Sie ganz langsam und für den Hund spannend den Rucksack aus, loben Sie ihn ausgiebig für sein Handeln und geben Sie ihm als Lob dafür sein Futter. Denken Sie daran – gelingt es Ihnen den Hund bei sich zu behalten oder gar aus seinem Trieb zurück zu rufen, dann haben Sie einen riesigen Erfolg zu verzeichnen.

Egal welche der aufgezeigten Möglichkeiten für Sie und Ihren Hund der Schlüssel zum Erfolg sein wird… Bleiben Sie langfristig erfolgreich, indem Sie mit viel Geduld und immer wieder aufs Neue mit Ihrem Hund trainieren. Und scheuen Sie nicht, sich professionelle Hilfe zu holen, wenn Sie alleine nicht zum gewünschten Ergebnis kommen.

Seien Sie gewiss: Jeder Hund ist in seinen individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten individuell und gewaltfrei therapierbar.

Such-Tuch

Gerade Hunde, die geistig gefordert werden möchten, werden dieses Spiel lieben. Man nimmt sich einfach eine Decke, ein Laken oder was man sonst im Haushalt so findet und versteckt Leckerchen oder Spielzeug darin. Je nachdem was Ihr Hund lieber mag. In unserem Fall haben wir Leckerchen in dem Bettlaken versteckt. Viele Falten gelegt und darin die Leckerchen verteilt. Und immer weiter gefaltet. Wenn das Ganze fertig ist, legt man es einfach hin und der Hund soll sich die Leckerchen suchen. Dazu muss er natürlich recht erfinderisch sein, denn es ist nicht so einfach die Leckerchen zu Tage zu befördern. Helfen Sie Ihrem Hund gegebenfalls am Anfang etwas. Der Spaß lohnt sich.

Such-Parcours

Auch der Such-Parcours macht sehr viel Spaß. Nehmen Sie einfach verschiedene Gegenstände unter denen Sie Spielzeug und Leckerchen verstecken können. Lassen Sie Ihren Hund sitzen und warten, bis Sie das Kommando "Such" geben. Ihr Hund wird sich größte Mühe geben, alles zu finden, denn er hat ja gesehen bzw. gerochen, was Sie alles versteckt haben. Dieses Spiel ist einfach ideal und kann - wie auch die anderen Spiele - sowohl im Haus als auch draußen sehr gut gespielt werden. Fortgeschrittene Hunde kann man bestimmte Dinge suchen lassen, oder auch ein paar "Nieten" einbauen, um den Spaß zu erhöhen. Natürlich können Sie auch im Haus oder im Garten gewisse Dinge verstecken, die Ihr Hund suchen soll. Wir wünschen viel Vergnügen.

Hat Ihr Hund Sie gut erzogen?

Kennen Sie das?

  • Er bettelt am Tisch - wir können nicht widerstehen etwas abzugeben
  • Er humpelt - wir betüddeln ihn ganz besonders
  • Er wirft die Wasserschüssel um - wir stellen neues Wasser hin
  • Er mäkelt am Fressen - wir rühren Schmackhafteres unter
  • Er zerbeißt den Schuh - wir schimpfen mit ihm, aber danach wird geschmust, denn es tut uns ja leid

Was versteht und verknüpft der Hund?

Dies sind nur wenige Beispiele, die die unterschiedlichsten Verhaltensmuster zutage fördern, ohne das wir uns dessen überhaupt bewusst sind. Auf jedes Verhalten unseres Hundes zeigen wir eine Reaktion und wir sollten uns ganz genau überlegen, welche das ist und was der Hund damit verknüpfen könnte. Zeigt der Hund beispielsweise überschwängliche Freude wenn wir das Haus betreten und wir freuen uns so sehr darüber, dass als allererstes der Hund bespasst wird, dann bestätigen wir ihn in seinem Verhalten. Dieses wird sich immer mehr ausprägen und er wird irgendwann nicht nur Ihre vollste Aufmerksamkeit einfordern, sondern auch die Ihrer Besucher.

Eine wahre Geschichte:

Durch seine Bauchverletzung hatte Bello gelernt, dass er viel Zuneigung erhält, wenn er gekrümmt geht und sehr leidend dasteht. Immer wenn er später Aufmerksamkeit brauchte, legte er dieses Verhalten an den Tag, was seine Besitzer in tiefe (Für-) Sorge stürzte. Nun fuhren seine Herrchen irgendwann in den Urlaub und der Nachbar kümmerte sich um ihn. Mehrere Tage stand Bello nicht aus seinem Körbchen auf und wenn doch, dann nur als Häufchen Elend. Hilflos, benachrichtigte die Nachbarin die Besitzer, die sofort nach Hause kamen. Kaum die Türe herein gekommen, sprang Bello putzmunter herum.

Irrtümlicherweise denken manche Hundehalter, dass Erziehung nur beim bewussten Üben und Trainieren stattfände. Wie wir aber nun wissen, lernt der Hund immer und Kommunikation mit unserem Hund findet auch immer statt.

Nutzen Sie dieses Wissen.

Wir selbst sind der Schlüssel und daher können wir ganz bewusst darauf achten, dass wir erwünschte Verhaltensmuster durch unsere Reaktionen fördern und Unerwünschte sofort in richtige Bahnen umlenken können. So macht Erziehung Spaß!

WELCHES HUNDEFUTTER PASST ZU IHREM HUND?

Mit dem Meradog Futterfinder finden Sie mit wenigen Klicks das ideale Hundefutter für Ihren Vierbeiner. Je mehr Angaben Sie machen, desto konkreter ist unsere Hundefutter Empfehlung.

Futterart
Alter
Aktivität
Produktlinie
Produktwunsch

KONTAKT ZU MERA

Wir sind gerne für Sie da! Wenn Sie Wünsche, Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an uns.
Suchen Sie einen Händler in Ihrer Nähe oder wünschen Sie eine kostenlose Futterberatung?
Wir stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns auf Sie!

Futterberatung

Kostenlos und unverbindlich
02832 / 9381 - 0

E-Mail

Schreiben Sie uns
info@mera-tiernahrung.de

Ladengeschäfte

Geschäfte in Ihrer Nähe
finden Sie hier