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WELCHES HUNDEFUTTER PASST ZU IHREM HUND?

Mit dem Meradog Hundefutter-Berater finden Sie mit wenigen Klicks das ideale Hundefutter für Ihren Vierbeiner. Je mehr Angaben Sie machen, desto konkreter ist unsere Hundefutter Empfehlung.

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Wenn Bewegung weh tut.

Hund und Herrchen sind ähnlich gebaut.

Auf den ersten Blick sieht es nicht so aus. Aber was Aufbau und Funktionen des Bewegungsapparates angeht, verfügen unsere besten Freunde über eine Vielzahl ähnlicher Knochen, Gelenke, Muskeln, Bänder, Sehnen und Nerven wie wir. Und oft leiden sie auch an den gleichen Erkrankungen wie der Mensch. Nachfolgend haben wir für Sie zusammengefasst, was Sie über mögliche Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Ihrem Hund wissen sollten, und wie Sie mit diesen Problemen richtig umgehen. Erfahren Sie, was Ihrem Hund das Leben schwer machen kann, was Ihrem Tier fehlt und wie Sie die Probleme in den Griff bekommen.

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Hüftgelenksdysplasie (HD) beim Hund

Die Krankheit verstehen

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine der häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Hunden. Die Hüftgelenke verbinden die Hinterbeine mit dem Rumpf und ermöglichen dem Hund, sie vorwärts, rückwärts, seitlich sowie schräg nach vorne und hinten zu bewegen. Bei einem gesunden Hüftgelenk passt die Kugel des Oberschenkelkopfes genau in die Hüftpfanne. Bei Abweichungen in Form oder Zusammenspiel der Strukturen bezeichnet man Hüftgelenke als dysplastisch. Grundsätzlich können alle Rassen von einer HD betroffen sein, wobei mittelgroße und großwüchsige Rassen häufiger daran erkranken. Die Veranlagung ist bereits bei Geburt vorhanden, entwickelt sich aber erst während der Wachstumsphase. Die Entwicklung kann durch eine zu eiweiß- und energiereiche Ernährung oder überhöhte körperliche Aktivität begünstigt werden. HD ist zu großen Teilen erblich bedingt, aus diesem Grund lassen die meisten Zuchtverbände nur HD-freie Tiere zur Zucht zu. Die Ausprägung nimmt von Generation zu Generation zu. Deshalb können Nachkommen schlechtere Hüftgelenke entwickeln als ihre Vorfahren. Oder Generationen werden übersprungen und Nachkommen gesunder Elterntiere zeigen die Erkrankung weiter zurückliegender Vorfahren. Achten Sie also beim Kauf des Welpen auf HD-freie Stammbäume.

Die Anzeichen erkennen

Die Symptome variieren nach Alter des Hundes und Stadium der Krankheit. Der Hund will nicht mehr laufen, setzt sich öfter hin, zeigt einen instabilen Gang, lahmt häufiger, schreit beim Spielen gelegentlich auf oder lässt sich beim Hinlegen einfach fallen. Typisch ist auch die X-Bein Stellung, bei der die Fersen nach innen gedreht werden. Am sichersten ist die HD durch eine Röntgenaufnahme nachzuweisen, bei der die Gelenke unter leichter Narkose überstreckt werden. Eine weitere Möglichkeit bietet der Ortolani-Test, bei welchem der Tierarzt den Oberschenkelkopf kurz aus der Pfanne und wieder zurückspringen lässt. Das Ergebnis der Röntgenuntersuchung hat Auswirkungen auf die Zuchtzulassung. Natürlich können Röntgenbilder auch in jedem Alter ohne Narkose und offizielle Auswertung angefertigt werden. Der Schweregrad einer HD kann erst nach dem ersten Lebensjahr bzw. dem Ende der Wachstumsphase festgestellt werden.

Die Chancen nutzen

Trotz modernster Medizin ist die HD nicht heilbar. Man kann nur ihr Fortschreiten hinauszögern und die Schmerzen lindern. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto größer ist die Chance, dem Hund ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen. Die Behandlung ist abhängig von Alter und Beschwerdegrad. Im frühen Stadium reichen oft konservative Methoden mit schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten aus. Ein Muskelaufbautraining in Verbindung mit Massage und manueller Gelenkstherapie, sowie eine ausgewogene bedarfsgerechte Ernährung gibt dem Hund die gewohnte Lebensqualität zurück.

Ellbogendysplasie (ED) beim Hund

Die Krankheit verstehen

Die Ellbogendysplasie (ED) ist eine chronisch verlaufende Entwicklungsstörung des wachsenden Skeletts. Die Miss- oder Fehlentwicklung im Bereich des Ellbogens, bei der Elle und Speiche mit dem Gelenk des Oberarmknochens inkongruent sind, kann zur Erkrankung des betroffenen Gelenks führen. ED tritt vermehrt im Junghundalter auf, weil das Längenwachstum der Knochen dann besonders aktiv ist. Betroffen sind vermehrt schnell wachsende Rassen, wie z.B. Deutscher Schäferhund, Berner Sennenhund, Golden Retriever oder Labrador Retriever. Mit dem 10. bis 12. Monat ist das Wachstum meist abgeschlossen, bei großen Rassen kann es einige Monate länger dauern.

Die Anzeichen erkennen

Zeigt Ihr junger Hund eine mittel- bis hochgradige Lahmheit, eine typische Schonhaltung mit nach außen gedrehten Pfoten und Unterarmen und ggf. gedrehten Ellbogen sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Eine vorliegende ED kann nur mittels Röntgendiagnostik festgestellt werden. Bei 70-80 Prozent der betroffenen Hunde ist die ED genetisch bedingt. Aber auch die Fütterung während der Aufzucht spielt eine Rolle. Zu energiereiches Futter, rasche Gewichtszunahme und schnelles Wachstum sind ungünstig für das gesunde Knochenwachstum. Bei Rassen über 40 kg Endgewicht sollte deshalb ab dem 6. Lebensmonat proteinreduziert gefüttert werden. Danach empfehlen wir vom Produkt junior 1 auf das Produkt junior 2 umzustellen. Bei der Auswahl des Welpen ist wichtig, dass beide Elterntiere ED-frei sind und der Züchter bereits auf gesunde Ernährung sowie altersgerechte Bewegung achtet. Überbelastungen in der Wachstumsphase, wie z.B. lange Spaziergänge, neben dem Fahrrad laufen oder häufiges Treppensteigen sollten auf jeden Fall vermieden werden. Sie müssen Ihren Welpen nicht in Watte packen, aber es ist ratsam, bei den für ED prädestinierten Rassen besonders auf die genannten Details zu achten.

Die Chancen nutzen

Bei allen Erscheinungsformen der ED zeigen die Hunde Bewegungsunlust und Lahmheit. Denn je mehr sie sich bewegen, desto mehr steigen die durch den entzündungsbedingten Erguss im Gelenk hervorgerufenen Schmerzen. Trotzdem sollten Sie Ihren Hund unbedingt kontrolliert in Bewegung halten. Spaziergänge an der Leine, Schwimmübungen, Aquatherapie und Physiotherapie sorgen für einen schonenden Muskelaufbau. Arthrosen sind leider nicht zu vermeiden oder rückgängig zu machen. Aber diese Therapien können dabei helfen, die Beschwerden zu lindern und Folgeschäden zu minimieren. In vielen Fällen ist jedoch eine Operation mit anschließender Physiotherapie unumgänglich.

Bandscheibenvorfall beim Hund

Die Krankheit verstehen

Bandscheibenvorfälle, die mit Lähmungen der Hinterbeine einhergehen können, bereiten vielen Hunden schmerzhafte Probleme. Sie entstehen als Folge von degenerativen Veränderungen der Bandscheiben, Alterungsvorgänge, Überbelastung und Übergewicht oder erbliche Vorbelastung. Besonders Hunde mit langem Rückgrat, wie Pekinesen, Spaniel, Bassets oder Schäferhunde sind davon betroffen. Bandscheibenvorfälle kommen generell in der gesamten Wirbelsäule vor.

Die Anzeichen erkennen

Je nach Stelle und Schwere des Vorfalls können sich die Symptome drastisch unterscheiden. Mögliche Anzeichen sind Koordinationsstörungen, Lahmheit, staksiger Gang, Nachziehen der Hinterbeine, mangelnde Standkontrolle, Fischrobbenstellung, verspannter oder aufgekrümmter Rücken oder das Verweigern von Sprüngen und Treppensteigen. Bei einem durch Überlastung ausgelösten Bandscheibenvorfall reißt der Bindegewebsring und die Bandscheibe tritt in den Wirbelkanal. Sie kann den Druck zwischen den Wirbeln nicht auffangen und platzt, wobei der Gallertkern austritt und auf Rückenmark und Nerven drückt. Dieser sehr schmerzhafte Zustand lässt die Rückenmuskulatur stark verkrampfen, was die Unbeweglichkeit der Wirbelsäule verstärkt und den Druck auf die Bandscheibe weiter erhöht. Bei einem degenerativen Vorfall baut sich das Zentrum der Bandscheibe nicht bindegewebsartig, sondern knorpelig-knöchern um. Die unelastische, verkalkte Masse führt zu einer Beschädigung der äußeren Bandscheibenanteile, wodurch es zum Zerreißen und dann zum Vorfall des veränderten Bandscheibenkerns in den Wirbelkanal kommt. Bei einer vorgeschädigten Bandscheibe reicht ein kleines Trauma wie ein Sprung aus dem Auto oder das Spielen mit anderen Hunden aus, um einen Vorfall zu provozieren. Ein altersbedingter Bandscheibenschaden kann ab dem 10. Lebensjahr, ein rassebedingter Vorfall bereits im Alter von 4 bis 6 Jahren auftreten.

Die Chancen nutzen

In leichten Fällen kann ein Bandscheibenvorfall konservativ behandelt werden – mit Wärme, Medikamenten und absoluter Ruhe! Weil die Medikamente den Schmerz ausschalten, kann es vorkommen, dass der Hund sich zu viel bewegt und eine leicht vorgewölbte Bandscheibe ganz vorfällt. Bei kompletten Vorfällen und einer Lähmung ist eine chirurgische Versorgung Erfolg versprechender. Die Operation sollte innerhalb der ersten 12 Stunden durchgeführt werden. Sowohl nach einer chirurgischen als auch bei einer konservativen Behandlung kann eine Physiotherapie gute Erfolge erzielen. Alle Maßnahmen sollten intensiv und über einen längeren Zeitraum erfolgen. Ziel ist immer die Schmerzlinderung. Bei der konservativen Behandlung wird die verkrampfte Rückenmuskulatur gelockert. Dadurch wird der Druck reduziert und eine spontane Rückbildung des Vorfalls begünstigt. Darüber hinaus wirkt die Physiotherapie einer Rückbildung der Muskulatur entgegen. Wenn Ihr Hund bereits Wirbelsäulenprobleme hat, oder zu den häufig betroffenen Rassen gehört,  sollten Sie folgendes vermeiden: aus dem Auto springen, Treppensteigen, Zugluft und Bodenkälte, extremes Toben. Achten Sie auf das Gewicht Ihres Hundes und halten Sie seinen Rücken gerade, wenn Sie ihn hochheben.

Kreuzbandriss beim Hund

Die Krankheit verstehen

Das Kreuzband ist eine Sehne im Kniegelenk. Es gibt ein äußeres und ein inneres bzw. ein vorderes und ein hinteres Kreuzband. Es dient der Streckung des Beines. Die Bänder kreuzen sich im Zentrum des Kniegelenks, daher ihr Name. Zusammen mit anderen Strukturen des Knie-Bandapparates sorgen die Kreuzbänder für die Stabilisierung des Gelenks bei jeder Bewegung. Der Kreuzbandriss oder -anriss zählt zu den häufigsten orthopädischen Verletzungen beim Hund. Meist ist davon das vordere Kreuzband betroffen. Es kann infolge eines Unfalls, durch normale Alterung oder ständige Überbelastung reißen. Oft reicht dazu der unglückliche Tritt in ein Loch im Boden. Bei Hunden reißt das Kreuzband so gut wie nie auf einmal durch, sondern Faser für Faser. Meist ist der endgültige Riss  auf eine zurückliegende Vorschädigung zurückzuführen.

Die Anzeichen erkennen

Manche Tiere fiepen hörbar bei einem Kreuzbandriss, aber häufig bleibt die Verletzung auch lange unerkannt. Der Hund lahmt für 2-3 Tage in der Hinterhand und zeigt danach oft über mehrere Wochen keine Symptome. Beobachten Sie deshalb genau, ob Ihr Hund anders läuft oder sitzt und wie er seine Pfoten bei einer Umkehr aufsetzt. Wenn ein Hund plötzlich nur noch einen seiner Hinterläufe benutzt oder die Hinterläufe extrem schont, ist wahrscheinlich ein Kreuzbandriss die Ursache. Hunde mit Kreuzbandriss bewegen sich nur ungern und verlieren konstant an Muskelmasse. Eine Nichtbeachtung dieser Anzeichen kann schwere Arthrosen oder eine dauernde Lahmheit zur Folge haben. Deshalb sollten Sie mit dem Arztbesuch nicht zu lange warten. Der Tierarzt überprüft die Beweglichkeit des Kniegelenkes meist durch den sogenannten Schubladentest. Ist das vordere Kreuzband vollständig gerissen, lässt sich der Unterschenkel dabei gegenüber dem Oberschenkel wie eine Schublade nach vorne ziehen. Darüber hinaus ist auch der durch den Riss im Knie entstandene Erguss deutlich zu spüren.

Die Chancen nutzen

Ein gerissenes Kreuzband wächst nicht wieder zusammen. Aber es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Behandlung. Bei kleinen und leichten Hunden ist unter Umständen eine konservative  Therapie möglich. Unoperiert besteht allerdings die Gefahr, dass der Hund einen Meniskusschaden davon trägt. Im schlimmsten Fall kann das Kreuzband durch die dauernde Überbelastung auch auf der gesunden Seite reißen. Bei einer operativen Therapie muss man durch die rechtzeitige Stabilisation des Kniegelenkes selten mit Folgeschäden rechnen. Die Operationsmethode sollte aber dem Alter, dem Gewicht und dem Bewegungsdrang des Hundes entsprechend gewählt werden. Unmittelbar nach dem Ziehen der Fäden kann man mit der Physiotherapie beginnen. Eine strenge Gewichtskontrolle sowie mäßige Bewegung sind weitere wichtige Maßnahmen auf dem Weg zur völligen Wiederherstellung des Hundes.

Cauda equina beim Hund

Die Krankheit verstehen

Das Cauda-equina-Kompressionssyndrom (degenerative lumbosakrale Stenose) ist eine verschleißbedingte neurologische Erkrankung der Wirbelsäule, die starke Schmerzen und Lähmungen verursachen kann. Am Übergang vom Lendenwirbel zum Kreuzbein treten durch den Wirbelkanal verlaufende Nerven aus, die man wegen ihres Aussehens Cauda-equina (lat. Pferdeschweif) nennt. Diese Nerven versorgen Teile der Hinterbein- und Schwanzmuskulatur sowie die Schließmuskeln der Blase und des Enddarms. Bei ihrer Schädigung durch Druck, Quetschung, Schwellung oder Entzündung kommt es zu den für diese Erkrankung typischen neurologischen Ausfallerscheinungen. Betroffen sind meist ältere Hunde und mittelgroße bis große Rassen wie der Deutsche Schäferhund, Pudel, Riesenschnauzer, Siberian Husky, Dobermann, Rottweiler und Boxer.

Die Anzeichen erkennen

Die Krankheit kann durch Belastungen wie zum Beispiel Laufen, Springen und Treppensteigen aber auch durch Tumore, Frakturen und Bandscheibenvorfälle ausgelöst werden. In der Regel treten erste klinische Symptome ab dem 6. Lebensjahr, in Einzelfällen auch wesentlich früher oder später auf. Die Symptome entwickeln sich meist über mehrere Wochen oder Monate. Erkrankte Hunde zeigen Schmerzen beim Aufstehen, weigern sich zu springen oder Treppen zu steigen und wollen nicht an der Kruppe angefasst werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit kommt es zu Lähmungen der Hinterläufe, einer leblosen Rute, Empfindungsstörungen an der Hinterhand und unkontrollierten Urin- und Kotabsatz durch Muskelschwund (Atrophie). Die genaue Diagnose erfordert eine ausführliche neurologische Untersuchung inklusive Röntgenaufnahmen oder Computertomographie bzw. Magnetresonanztomographie.

Die Chancen nutzen

Je nach Temperament des Hundes sind eine symptomatische und entzündungshemmende Therapie mit umfangreicher Bewegungseinschränkung oder auch eine Goldakkupunktur erfolgversprechend. Eventuell vorhandenes Übergewicht sollte unbedingt reduziert werden. In Fällen, bei denen die komprimierende Ursache chirurgisch beseitigt werden kann, ist eine Operation in Betracht zu ziehen. Ist es noch nicht zu Lähmungen gekommen, sind die Aussichten auf Besserung oder Heilung gut, weil die Nervenfasern der Cauda-equina in hohem Maße regenerationsfähig sind. Als unterstützende Maßnahmen können Physiotherapie und Krankengymnastik sowie Massagen und Dehnungen hilfreich sein. Ziel jeder Therapie ist die Steigerung des Wohlbefindens Ihres Hundes durch eine kurzfristige Schmerzreduktion sowie den langfristigen Aufbau der unterstützenden Muskulatur in diesem Bereich.

Spondylose beim Hund

Die Krankheit verstehen

Spondylose ist eine degenerative Veränderung der Wirbelsäule. Sie führt zu knöchernen Zubildungen der Wirbelkörper und dem Abbau der elastischen Zwischenwirbelscheiben. Die Wirbelsäule wird in die fünf Bereiche Hals- und Brustwirbel, Lendenwirbel,  Kreuzbein und Schwanzwirbel eingeteilt. Die einzelnen Bereiche bestehen aus Wirbeln, von denen jeder eine spezielle Form und Funktion hat. Die Wirbelsäule schützt das Rückenmark und ist das Trägergerüst für den Bewegungsapparat und die inneren Organe. Im Hals- und Lendenbereich ist die Wirbelsäule sehr beweglich, im Brust- und Kreuzwirbelbereich dagegen eher starr. Im Schritt schwingt die Wirbelsäule von der Schulter bis zur Hüfte in S-förmiger Bewegung von hinten nach vorne. Da die letzten Wirbel und Bandscheiben des beweglichen Abschnitts diese Bewegung nicht auf den folgenden starren Teil übertragen können, muss die  Bewegungsenergie dort abgepuffert werden. In diesem Übergangsbereich ist die Beanspruchung sehr hoch und die Wirbelsäule für eine Spondylose besonders anfällig. Pathologisch gesehen ist die Spondylose ein Schutzmechanismus – denn die vom Körper gebildeten knöchernen Zacken sollen den Druck von der Bandscheibe nehmen und die Schwachstellen stabilisieren.

Die Anzeichen erkennen

Zu den möglichen Ursachen gehören neben der genetischen Disposition, überzüchtete Körperformen, Umwelteinflüsse und Traumata sowie eine langfristige Überlastung durch Sport oder Übergewicht. Obwohl eine Spondylose bei allen Hunden vorkommen kann, weisen Boxer eine erhebliche Rassedisposition auf. Da die Erkrankung selten klare Beschwerden auslöst, wird sie oft als Zufallsbefund festgestellt. Erste Beschwerden treten meist auf, wenn einzelne Wirbel anfangen, Brücken zu bilden. Sind die Wirbelkörper noch nicht miteinander verknöchert, kommt es durch sporn- oder brückenartige Knochenzubildungen zu einer äußerst schmerzhaften Reizung der Knochenhaut. Die Hunde haben Schwierigkeiten beim Aufstehen, vermeiden Treppensteigen und wollen nicht mehr springen. Der Rücken kann durch die Schmerzen deutlich gekrümmt sein. Nach abgeschlossener Verknöcherung der Wirbelkörper  und Versteifung der Wirbelsäule geht die Knochenreizung zurück und der Schmerz lässt nach. Die Zubildungen können erhebliche Ausmaße annehmen und im Seitenbereich des Wirbelkörpers bis hin zu den Nervenabgängen gehen. In extremen Fällen sind ganze Wirbelsäulenabschnitte durch eine massive Knochenbrücke starr miteinander verbunden. Von einer Spondylarthrose spricht man, wenn auch die kleinen Wirbelgelenke oberhalb der Wirbelsäule in das degenerative Geschehen einbezogen sind.

Die Chancen nutzen

Grundsätzlich kann ein Hund gut mit einer Spondylose leben, wenn er sich nicht gerade in einer akuten schmerzhaften Phase befindet. Allerdings sollte man alle Zug- oder Druckbewegungen der Wirbelsäule vermeiden. Zum Beispiel steile Treppen steigen, Sprünge ins Auto oder aufs Sofa sowie Ballspiele mit schnellen Stopps. Auch sollten Sie auf das Gewicht Ihres Hundes achten! Während der schmerzhaften Phase mögen Hunde nicht gerne laufen. Das sollte man akzeptieren. Denn jede Bewegung kann weitere Nerven einklemmen und im schlimmsten Fall zu Lähmungen der Hintergliedmaße führen. Massagen, Wärme und Magnetfeldtherapien können in dieser Phase helfen, die verkrampfte Rückenmuskulatur zu entspannen und die Schmerzen zu lindern. Auch wenn die Knochenveränderungen nicht mehr reversibel sind, können die Symptome durch gezielte Therapien gut gelindert und die Lebensqualität langfristig erhalten werden.

Arthrose beim Hund

Die Krankheit verstehen

Die Arthrose gehört zu den häufigsten Erkrankungen bei Hunden. Nicht selten unterdrücken sie den Schmerz und versuchen zu laufen, selbst wenn es Probleme mit Knochen, Muskeln oder Gelenken gibt. Stark beanspruchte Bereiche wie Schultern, Ellenbogen, Hüfte oder Knie sind besonders oft betroffen. Es gibt viele Ursachen für Arthrosen, die allesamt zu einer Fehlbelastung der Gelenke führen können. Die häufigsten sind: zu schnelles Wachstum, Übergewicht, Fehlstellungen und Missbildungen, Unfälle oder alte Verletzungen, Operationen am Gelenk sowie Überbelastung durch zu viel Ballspielen, Springen und Treppensteigen sowie zu frühes Laufen neben dem Rad. Genauso schlecht ist eine Unterbelastung der Gelenke, denn regelmäßige Bewegung ist wichtig für die ausreichende Produktion der Gelenkflüssigkeit und die Versorgung der angrenzenden Strukturen.

Die Anzeichen erkennen

Das Gelenk ist Dreh- und Angelpunkt im Körper. Die Gelenkkapsel umschließt und schützt die beteiligten Knochen des jeweiligen Gelenks. Zusätzlich werden die Gelenkknochen von einer Knorpelschicht umschlossen. Dieser Knorpel dient als Stoßdämpfer, ohne den eine geschmeidige Bewegung und Belastung der Gelenke unmöglich wäre. Wird dieses ausgeklügelte System durch eine Fehlstellung, falsche Belastung oder Verletzung gestört, verliert der Knorpel an Stabilität und Gleitfähigkeit. Das führt letzten Endes dazu, das Knochen auf Knochen reibt. Die Beweglichkeit nimmt ab und knirschende oder knackende Gelenke mit starker Einschränkung der Beweglichkeit sind die Folgen. Der Gelenkknorpel bleibt nur dann geschmeidig, wenn gezielt Druck und Zug auf ihn ausgeübt werden. Die folgenden Symptome für eine Arthrose sollten Sie schon in der Anfangsphase ernst nehmen: Kurzzeitiger Anlaufschmerz nach Ruhephasen, Probleme bei Wetterumschwung und nasskalter Witterung, leichte bis hochgradige Lahmheit, sichtbare Bewegungseinschränkungen und Rückgang der Muskulatur aufgrund einer Schonhaltung. Ihr Hund muss nicht alle diese Symptome zeigen, denn jedes Tier reagiert anders.

Die Chancen nutzen

Eine Arthrose ist nicht heilbar, aber es ist möglich, die Schmerzen zu lindern, die Gelenkmobilität sicherzustellen und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Achten Sie auf eine zugfreie weiche Liegefläche, eine Einstiegshilfe für das Auto und eine gesunde Ernährung. Vermeiden Sie Übergewicht, da es die Bewegung unnötig erschwert. Bewegen Sie Ihren Hund kontrolliert und regelmäßig, passen Sie die Bewegungsintensität an seine Gesundheit an. Es gibt sinnvolle Alternativen zur aktiven Bewegung in der Physiotherapie. Sie können die Behandlung mit Futterzusätzen unterstützen, aber auch diese gelangen nur über Bewegung ins Gelenk. Wärme ist eine gute Selbsthilfemaßnahme bei Arthrose. Sie lindert die Schmerzen in Gelenk und umliegender Muskulatur und verbessert die Durchblutung. Wichtig: Wärme darf nicht bei einer Gelenksentzündung angewendet werden. Man erkennt sie am außergewöhnlich heißen und evtl. geschwollenen Gelenk. In solchen Fällen helfen Kühlkompressen an Ellbogen und Knien. Sollten Sie eine Arthrose bei Ihrem Hund vermuten, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt und lassen Sie das Stadium der Erkrankung prüfen. Er wird alle wichtigen Therapiemaßnahmen einleiten.

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